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All of the reviews from January - December of the year 2003.


Reviews January 2003:


As Hope Dies "Birthplace And Burial Site"  CD (Undecided Records)

In der Nachbarschaft der aus Orange County, California stammenden As Hope Dies, sind Bands wie 18 Visions, Throwdown, Bleeding Through und andere zu Hause. Dementsprechend geht es auch auf "Birthplace And Burial Site" zu: melodischer Deathmetal mit Einflüssen von At The Gates, In Flames oder Soilwork gibt es zu hören. Das erste Lied, "A Distant Memory", ist ein schön melancholisches Klavier Intro, doch danach geht es gleich mit viel Geschwindigkeit und einer bis an die Grenze kreischenden, dann und wann auch grunzenden Stimme durch die weiteren 5 Songs zur Sache. Dabei kommen auch immer wieder die melodischen Gitarrenlinien schön zum tragen. Auf alle Fälle etwas für Fans von den oben genannten Bands aus Schweden. Das Design der CD wurde fachmännisch von Jacob Bannon /Converge umgesetzt, und sieht eigentlich, in Gelb und Orange gehalten, ganz ansprechend aus.

Rating: 7/10



Beauty To Ashes "Reproduce The Common Practice" CD (Pluto Records)

Zuerst dachte ich, als ich die Aufmachung der CD und den Bandnamen sah, dass dies wieder so eine typische Metalcore Band ist. Aber nach öfterem anhören der CD, gefiel mir das, was ich da hörte immer besser. Beauty To Ashes kommen aus Southern California und spielen eine wirklich kreative Mischung aus Metal und Punk beeinflusstem Hardcore und werden sicher noch des öfteren von sich Reden machen. Neben neun regulären Album Tracks gibt es noch eine Misfits Coverversion, und zwar "We Are 138". Alle Songs sind meist treibend und gerade nach vorne rockend, in einigen Songs gibt es sogar schöne melodiöse Refrains und die ebenso melodiösen Gitarren tun ihr übriges um sicher einem breiteren Publikum zu gefallen, denn Beauty To Ashes vereinigen wirklich eine Menge verschiedener Stile in ihren Songs und wissen so zu gefallen.

Rating: 7/10



Big Collapse CD "Demo"

Big Collapse ist die neue Band von Josh Louca von Shift. Dementsprechend klingt dieses 3 Song Demo auch, nur besser viel besser als Shift. Das mag unter anderem auch daran liegen, dass der Bassist bei Big Collapse der nicht unbekannte Gavin Van Vlack ist (Die 116, Burn). Dies ist auch der erste musikalische Neuanfang von Gavin, nach einem Umzug nach Los Angeles, der Trennung von seiner Frau und dem Burn Split. Leider tritt der Bass aber ein wenig zu sehr in den Hintergrund und ist etwas schwach gemischt. Wer aber Shift und die charismatische Stimme von Josh Louca mag, dem wird auch Big Collapse gefallen: rockende post-Hardcore Melodien wie sie Mitte der Neunziger gespielt wurden. Das Demo ist sonst auch gut produziert und ich bin schon auf ein ganzes Album gespannt.

Kontakt: bigjoshcollapse@aol.com

Rating: 8/10



Craw "Bodies For Strontium 90" CD (Hydra Head Records)

Bei Craw handelt es sich um eine schon seit 12 Jahren existierende, fast schon legendäre Band aus Cleveland, Ohio, die aber leider nie richtig bekannt geworden ist. Die ersten 3 Platten wurden sogar zusammen mit Steve Albini aufgenommen, der ein guter Freund der Band ist. "Bodies For Strontium 90" ist bereits schon der 14. Tonträger der Band und diesmal sind sie bei Hydra Head Records gelandet, was ihnen vielleicht zu etwas mehr Aufmerksamkeit verhilft, den verdient haben sie es. Musikalisch wird eine tolle Mischung aus dunklem, schweren Hardcore, Metal und Rock geboten. Teilweise chaotisch, recht dynamisch und mit tollen Melodiebögen. Ein Mitglied von Craw spielt auch bei der nicht unbekannten Hydra Head Band Keelhaul. Produziert wurde dieses 9 Song Album von Bill Korecky, der auch schon bekannte Cleveland Acts wie Integrity, In Cold Blood und oben genannte Keelhaul produzierte. Schade übrigens auch, dass Craw nicht mehr auf Tour gehen, sondern nur eine Studio Band bleiben. Wer mehr Information über Craw will, kann ihre Website unter: www.craw.com besuchen.

Rating: 8/10



Cult Of Luna "s/t" 7" (Hydra Head Records)

Dies ist eine vielversprechende 2 Song 7" die große Hoffnungen auf das im Februar auf Earache erscheinende neue Album "The Beyond" setzt, denn die beiden Tracks bieten lange, brachiale, epische und dunkle Schönheit, wie sie eher selten gespielt wird. Das einzigste Manko ist vielleicht, dass der Gesang etwas zu weit in den Hintergrund gemixt wurde. Trotzdem bin ich sehr auf das neue Album gespannt. Das Design der 7" ist wie bei Hydra Head Releases üblich schlicht und edel gehalten.

Rating: 8/10



Horror Show "Our Design" CD (Deathwish Inc.)

Philadelphias Horror Show spielen ehrlichen und fast schon jugendlich leidenschaftlichen Hardcore. Das erste was auffällt, ist die relativ hohe und vielleicht nicht stärkste Stimme des Sängers, aber die Back-up Choirs machen das wieder etwas wett. Die Songs sind meist kurz und schnell, eben typischer Old School Hardcore. Eigentlich gut gespielt, jedoch gibt es einfach Bands die so etwas in der Verganenheit schon besser gemacht haben. Auf der CD Version dieser EP ist noch das ausverkaufte Demo zu finden. Auffallend ist wieder einmal das Design und der Coverartwork der CD, denn es stammt von Jacob Bannon/ Converge. Es gehört sicher zu seinen besseren Arbeiten, denn die Farben und Materialen harmonieren und passen perfekt zusammen.

Rating: 7/10



Jesuseater "Step Inside My Death Ray" CD (Deathwish Inc.)

Das erste Album von den aus Baltimore stammenden Jesuseater, und ihr zweiter Release nach ihrer ersten selbstbetitelten EP die Anfang des Jahres auf ebenfalls auf Deathwish Inc. erschienen ist. Geboten wird hier origineller und schwer rockender Hardcore, inzwischen nicht mehr so oft zu finden. Die Vocals kommen von Shawn Brown, der ja einigen schon von Bands wie Swiz, Dag Nasty, und Sweetbelly Freakdown ein Begriff ist. Und um mit dem Namedropping weiterzumachen, produziert hat das Ganze Brian McTernan der auch schon Acts wie Cave In, Snapcase und Hot Water Music produziert hat. Das Album hat 10 Songs und etwas über 36 Minuten Spielzeit. Jesuseater gehören mit diesem Album sicher zu den besseren Bands in der Hardcore Szene und sind es definitiv wert gehört zu werden!

Rating: 8/10



Johnny Cash "The Man Comes Around" CD (Mercury)

"...the hairs on your arm will stand up" Es rauscht und knistert. Die Stimme. Spontan fühle ich mich an "what's he building in there" von Tom Waits erinnert. Die Spannung bricht an den Saiten der Gitarre und irgendwie hat man das Gefühl die Schwingungen der Luft noch vor dem Anschlag der Saiten zu hören.

Cash hat viele Gefährten auf seinem Weg, viele Gäste. Sie müssen nicht namentlich erwähnt werden, um "The Man Comes Around" zu einem Ausnahmealbum zu machen. Cashs Stimme und die Klarheit der Produktion reichen, vor allem bei den teilweise eher "reduziert" instrumentierten Liedern, um eine dunkle Stimmung aufkommen zu lassen, die in ihrer speziellen Intensität kaum Vergleiche zulässt, und vorallem durch den Einsatz tiefer Piano und Streicher Partien ihren charakteristischen Ton erhält.

In der Spärlichkeit der Instrumentierung und der Klarheit der Produktion von Rick Rubin wirkt "Hurt" in einer fast kathartischen weise: Die Kälte. Beton, von dem Er sich nach und nach aufbäumt, immer noch zerbrechlich "I hurt my self today, to see if I still feel", aber nach und nach Kraft schöpfend, aus Verzweiflung die zu Gewissheit wird "If I could start again/a million miles away/I would keep myself/I would find a way.

Auch auf diesem Album interpretiert Cash Stücke von anderen Künstlern. Verleiht ihnen einen neuen, anderen Ton. Nur ein einziger Schwachpunkt tut sich hier auf: Ein Stück ("Bridge Over Troubled Water"), dessen Refrain irgendwie deplaziert wirkt und nicht so recht harmonieren will, nicht in meinen Ohren.

Die Farbe dieses Albums ist ohne Frage "Schwarz": düster und dunkel.

Das Cover wirkt bezeichnend: Fast gänzlich in weissen Konturen ist Cashs faltiges Gesicht, auf dem schwarzen Grund zu sehen. Cash hebt sich deutlich, aber dennoch sichtlich gezeichnet ab von der Masse, und das eben nicht nur in musikalischer Hinsicht.
-Stefan Schauber (velvet_suicide@gmx.de)

Rating: 9/10



Some Girls "The Rains" 7" (Deathwish Inc.)

Die 7" weißt zwar keinerlei Band Informationen auf, aber wer sich ein wenig auskennt, der weiß, dass hinter den Some Girls Wes Eisold von American Nightmare und Mitglieder von The Locust, Unbroken und Over My Dead Body stehen. Geboten wird schneller, roher und rauer ins-Gesicht-Hardcore. Außerdem gibt es auch eine Guest Appearance von Jacob Bannon /Converge. Auf dem Vinyl sind die Songs nur auf einer Seite zu finden, da die 5 Songs in nur etwa 5 Minuten heruntergeprügelt werden. Nicht so schlecht das Ganze!

Rating: 7/10



Steve von Till "If I should Fall To The Field" CD (Neurot Recordings)

Nach "As The Crow Flies" nun also das zweite Soloalbum von Neurosis Mastermind Steve von Till. Auf der vorliegenden CD gibt es wirklich sehr schöne und gut zum Winter passende Akustik Lieder. Unterstützt werden diese durch allerlei traditionelle Instrumente wie Banjos, Geigen etc. Auch die Coverversion von Neil Youngs "Running Dry" ist wirklich gelungen und passt sich gut in die Stimmung der CD ein. Die einzelnen Stücke zeigen wirklich eine beindruckende emotionale Tiefe und klingen manchmal wie aus einer fernen Zeit. Abgerundet und umhüllt wird dieses tolle Album durch das ästhetische Coverartwork, welches sich hervorragend in das Gesamtkonzept des Albums einfügt. Die Cd schließt mit einem Gedicht oder Text, vorgetragen von Steves Großvater im Jahre 1961. Wirklich empfehlenswert. -

Rating: 8/10



Suicide Note "You`re Not Looking So Good" CD (Ferret Music Corp.)

Suicide Note spielen treibenden, modern-rockigen, teilweise etwas chaotischer Hardcore aus Indianapolis. Manchmal mit richtig "dreckigen" und rauen Punkrock Einflüsssen, ein Song klingt auch irgendwie nach Black Flag. Produziert wurde dieses 10 Track Album von Converges Kurt Ballou und verspricht somit ausreichende Soundqualitäten. Die Vocals wechseln zwischen eher melodischem Gesang und Gekreische. Das Design der CD sieht Auch ganz gut aus, mit schönen warmen Orange- und Gelbtönen. Anspieltip: "Guilty Crime".

Rating: 8/10



The Blinding Light "Glass Bullet" CD (Deathwish Inc.)

The Blinding Light ist die neue Band von Brian Lovro, dem Sänger von Threadbeare, und das fällt einem auch sofort auf. Geboten wird eine solide Mischung aus aggressivem, technischem Hardcore und Metal mit etwas Doom Einfluss. Die wohl bekannte Stimme von Brian Lovro lässt einem The Blinding Light gleich von Anfang an gut gefallen, wobei die 5 Songs manchmal noch etwas ungehobelt erscheinen. Für das Design dieser EP ist mal wieder Jake Bannon/ Converge verantwortlich, was man auch unausweigerlich an dem für Bannon typischen Stil erkennt. Ich denke, Fans von The Dillinger Escape Plan, Slayer oder auch Crowbar werden daran Gefallen finden können.

Rating: 7/10



The Rise "Signal To Noise" CD (Ferret Music Corp.)

The Rise spielen Refused beeinflussten Hardcore mit Electronics. Unterstützt wird das Ganze durch Sachen wie Keyboards, Klavier, Sequenzern und Samplern. Das Album hat 10 Lieder und gehört mit über 50 Minuten Spielzeit schon zu den längeren. Irgendwie schon originell gemacht, aber leider will der Funke bei mir nicht so ganz überspringen. Irgendwie nervt mich auch die Stimme des Sängers etwas. Die Songs bewegen sich zwischen Punk, Hardcore und Emo und eben Electronic Zeugs. Leuten denen das letzte Refused Album gut gefällt, werden auch an dieser CD Gefallen finden können. Ich nicht wirklich.

Rating: 5/10



V/A Fighting Music II - The Compilation CD (Deathwish Inc.)

Das ist der zweite Teil dieser low price Compilation, die unter der Zusammenarbeit folgender folgender Labels entstanden ist: Deathwish Inc., Bridge Nine Records, Indecision Records, und Thorp Records. Geboten wird ein guter Überblick über die oben genannten Labels und ihre Bands. Auf der CD sind Tracks von: CONVERGE, THROWDOWN, NO WARNING, JESUSEATER, SINNERS AND SAINTS, DEAD SERIOUS, SWORN IN, KNIVES OUT, THE SUICIDE FILE, COUNT ME OUT, STRIKING DISTANCE, RINGWORM, WELCOME TO YOUR LIFE, A LIFE ONCE LOST, CLENCHED FIST, BLEEDING THROUGH, THE BLINDING LIGHT, SCARS OF TOMORROW, THE PROMISE, (the band formerly known as) A.N., FADED GREY, DIEHARD YOUTH, OVER MY DEAD BODY, BREATHE IN, CHAMPION, REACHING FORWARD, IN CONTROL, STAY GOLD, PANIC, HORROR SHOW, DOWN TO NOTHING, MY LUCK, SOME GIRLS, NORTH SIDE KINGS, und I HATE YOU. Ich denke da ist für jeden etwas dabei.

Rating: 7/10




Reviews February 2003:


Bad Brains "I & I Survived (Dub)" Do-CD (Reggae Lounge Recordings)

Dies ist das erste Studio Album der Bad Brains seit 7 Jahren, jedoch ohne Sänger HR. Bei den Songs handelt es sich um meist schon veröffentlichte Stücke die jedem Fan der Brains ja bereits bekannt sein dürften. Die Songs sind auf dieser CD, wie der Titel schon sagt, alle in Dub Versionen zu finden. Darunter Highlights wie "I and I Survive" oder "Gene Machine". Ich finde die CD insgesamt gelungen, aber am liebsten hört man sich solche Klänge wahrscheinlich an einem heißen Sommertag an. Als Bonus sind der ersten auf 2000 Stück limitierten Pressung noch eine Bonus CD beigefügt auf der 28 bisher unveröffentlichte Songs zu finden sind. Die Qualität läßt natürlich zu wünschen übrig, aber wohl kaum einer hätte es anders erwartet. Also außer Bad Brains ist Fans sei die CD all denen empfohlen, die auch gerne Raggae und Dub hören.

Rating: 6/10



Comecloser "Diversity Declines" CD (Superhero Records)

Hier also das Debut der aus aus dem Süden Deutschlands kommenden Comecloser. Erschienen ist die MCD auf dem relativ neuen Berliner Label Superhero Records, das in der näheren Nachbarschaft zu den creative-eclipse.com Headquarters angesiedelt ist. Geboten werden 6 leidenschaftliche Songs, die munter zwischen härterem New School, melodischem Gesang und aggressivem Hardcore mit Schreigesang, wechseln. Das Ganze ist wirklich intelligent gemacht und läßt auf ein ganzes Album hoffen. "No One Cries", der zweite Song der CD gefällt mir wegen des Gesangs am besten, erinnert mich auch stellenweise irgendwie an die Stimme des By The Grace Of God Sängers. Die Aufmachung der CD ist in dunklen Blau und Schwarz Tönen gehalten und passt gut zum Gesamterscheinungsbild der CD. Keep it up!

Rating: 8/10



Cult Of Luna "The Beyond" CD (Earache Records)

Lange habe ich auf das neue Album von Cult Of Luna aus Schweden gewartet und bin jetzt nach mehrmaligem Genuß nicht enttäuscht, denn der Kult bringt die gigantischen, epischen Songs voll und ganz zur Geltung und präzise auf den Punkt. Manch ein Song hat die Wucht einer Atombombe beim Einschlag, so scheint es zumindest fast. Meine absoluten Anspieltips sind die Tracks "Genesis" und "The Watchover". Gerade letzterer hat eine wahnsinnige Wucht und geizt mit trauriger, und tonnenschwerer Schönheit nicht. Einfach unglaublich dieses Album und eine Erfahrung die man so schnell nicht wieder vergessen wird. Diese Songs gehen einfach durch Mark und Bein. Das beeindruckende dieser Songs ist die monumentale Kraft die dem ganzen Album zu Grunde liegt. Monumentale Soundwände entstehen aber nur durch die Fähigkeit und das Verständnis von Cult Of Luna, monumentale Größe und Heaviness durch Langsamkeit entstehen zu lassen, so daß diese Epen auch atmen und sich bewegen können. Zwischen aller der Macht und Brutalität ist dieser Raum für ruhiges, kraftvolles Atemholen mit Violinen und elektronischen Sound und Percussion Elementen unterlegt. Eine wirklich beeindruckende Platte die sicher allen Isis und Neurosis Liebhabern gefallen wird, was aber nicht heißt, daß man Cult Of Luna mit diesen vergleichen kann.

Rating: 8/10



Downshifter "Demo 2002/12/08" CD-R

Dies hier ist das zweite Demo von den aus Berlin stammenden Downshifter und im Vergleich zum Proberaum Demo wirklich solide produziert. Die CD featured 3 Songs und hat etwas über 8 Minuten Spielzeit. Insgesamt erinnern mich die Songs an frühe Quicksand Sachen und in diese Richtung gehen Downshifter wohl auch. Vielleicht lassen sich ihre Songs auch am ehesten mit rockigem "Emo" wie er Anfang und Mitte der 90`er gespielt worden ist beschreiben. Mein Favorit ist wegen den schönen Gitarrenlines der zweite Track namens "Bitter Pill". -

Rating 7/10



5ive`s Continuum Research Project "The Hemophiliac Dream" CD (Tortuga Recordings)

Wäre da dieser Remix von James Plotkin (Atomsmasher, Phantomsmasher) nicht, so würde diese CD die volle Punktzahl von mir bekommen, denn 5ive gefallen mir wirklich gut. Leider werden nicht viele an solcher Musik Geschmack finden, denn ich denke vielen passiert auf dieser CD einfach zu wenig. Seit der "Telestic Disfracture" haben 5ive aus rechtlichen Gründen, wegen einer englischen Boygroup gleichen Namens, ihren Namen ändern müssen. So ist aus 5ive einfach 5ive`s Continuum Research Project geworden. Klingt cool finde ich. Diese CD hat eigentlich nur einen Song, "The Hemophiliac Dream", und dieser hat mit einer Länge von fast 15 Minuten wieder die gewohnte Länge bei 5ive.
Die Musik zu beschreiben fällt mir ehrlich gesagt etwas schwer, da ich nicht wirklich weiß, wie man so etwas nennt. Es gibt jedenfalls keine Vocals zu hören und der Song fängt mit leisen spacigen, dronigen Tonfolgen an und fällt nach ein paar Minuten in laute schwere, krachige und minimalistische Instrumentalmusik. Das Ganze klingt sehr experimentell und wird mit viel Talent und Perfektion umgesetzt. Der Remix dieses Songs gefällt mir allerdings nicht besonders, oder zumindest der Anfang mit Surren und noisigem Krach. Erst nach etwa 5 Minuten wird dieser Track interessant und drifted wieder ab in minimalistische Gefielde, mit verzerrten Giatarren und spacig anmutenden Klängen. Nach ca. 8,5 Minuten "explodiert" der Song und bricht aus in laute, langsame und schwere Gitarrenwände und verliert sich schließlich in Electronics. Die Aufmachung dieses Tonträgers ist sehr gelungen, die CD ist in ein festes Karton Booklet gefasst, welches äußerst ästhetisch aussieht. Also ich finde 5ive unglaublich gut, aber wie gesagt nicht viele wird so etwas begeistern können. -

Rating: 9/10



Harkonen "Shake Harder Boy" CD (Hydra Head Records)

Bei Harkonen handelt es sich wieder einmal um eine der berühmten Hydra Head Bands, welche mit diesem Album sicherlich an Bekanntheit im Genre der Heavy Musik gewinnen wird. Bei mir zündet die CD allerdings nicht so richtig, denn der Gesang wirkt etwas fade und drucklos. Die Gitarrenarbeit auf diesem 11 Track Album ist allerdings grandios und macht die Songs abwechslungsreicher. Die Label Info beschreibt Harkonen als "metallic-tinged hardcore rock", was auch irgendwie stimmt, denn ein Rock Einschlag ist allemal zu hören. Das Coverartwork hat Aaron Turner (Isis, Hydra Head) designed, kann mich aber im Gegensatz zu seinen vergangenen Arbeiten auch nicht wirklich begeistern. Leute die sich normalerweise bei Hydra Head Stuff zu Hause fühlen, werden auch hierbei Gefallen finden. -

Rating 6/10



Hope And Suicide "Razor Blade Smile" CD (Ides Of March)

Hier nun also die erste MCD der Band um Bloodlet Sänger Scott Angelacos. Die Songs des Demos, welches die Band selber vertrieben hatte sind auch noch einmal in überarbeiteter Form auf dieser MCD zu finden. Geboten wird uns gut und dicht produzierter Metalcore mit zeitweise melodischen Parts die wirklich harmonisch in das Gesamtbild der 6 Song MCD passen. Die einzelnen Songs klingen roh, brutal und chaotisch-intensiv. Scotts Stimme ist auch hier wieder Garant für unglaubliche Intensität und mir gefallen diese Songs sogar fast besser als das letzte Bloodlet Album, welches durch seine sagen wir mal "Hip-Hop" Einflüsse deutlich an Boden verloren hatte. Auch die gesungenen Teile in den Liedern wirken gut durchdacht und verschaffen der MCD Vielseitigkeit. Die Atmosphäre und das Gesamtbild wirken sehr düster und Liedertitel wie "You're Easier to Medicate When You're Tied Down" tun ihr übriges um die aufkommende Stimmung noch zu vertiefen. Awesome!

Rating 8/10



Into Another "Soul Control" CD-R

Endlich ist mir dieses unveröffentlichte Kleinod in die Hände gefallen, lange habe ich danach gesucht. Ursprünglich waren ein Teil der Songs wohl für ein Album gedacht, welches bei Warner erscheinen sollte, doch Into Another waren mit diesem Deal wohl nicht zufrieden und haben sich dann aufgelöst, um unter anderem den rechtlichen Verpflichtungen aus dem Weg zu gehen. Das wird zumindest gemunkelt. Die CD enthält eben diese Songs und ein paar B-Seiten Tracks. Welche das genau sind, weiß ich leider auch nicht. Aber die ersten Songs dieser CD sind sehr ruhig und mellow, mit Beats und Electronics. Sie erinnern mich von der Atmosphäre fast schon an Depeche Mode. Natürlich ist in allen 14 Songs Richies unvergleichlich schöne Stimme zu hören, die den Songs den bekannten faszinierenden Touch gibt. Meine vorliegende Tracklist ist falsch, wie ich aus sicherer Quelle weiß. Dieses Album mit dem Namen "Soul Control" hat, laut Richie Birkenhead, eine andere Reihenfolge der einzelnen Tracks und evtl. fehlen auch noch Songs. Als größter Into Another Fan auf Erden kann "Soul Control" nur volle Punktzahl von mir bekommen!

Rating 10/10



Mörser "Scum – Der Kosmopolit" CD + Comic (Chrome St. Magnus/ Zwerchfell Verlag)

Cooles Teil, Soundtrack und Comic und beides sehr ansprechend aufgemacht und die Art wie der Comic gemacht wurde auch, mit diesen etwas entfremdeten Filmsequenzen. Der Comic Zeichner Sascha Thau, ist sicherlich einigen schon bekannt. Kurz nach erscheinen war die erste Pressung von 1000 Stück schon ausverkauft, aber es wird wohl eine zweite Pressung geben, etwas teurer aber dafür mit ein paar Extras. Mörser haben für diesen Soundtrack 4 neue Songs beigesteuert und diese prügeln auch in bester Mörser Manier durch die knapp 20 minütige Spielzeit. Die Band besteht immer noch aus acht Leuten und man kann sich ausmahlen wie brachial und brutal die Songs klingen. Zu deutsch: sie töten einfach alles. Diese 4 Songs gehören sicherlich zum besten was Mörser bisher gemacht haben. Auch die perfekte Produktion in den Kuschelrock Studios läßt keinerlei Wünsche übrig.

Rating 7/10



Scissorfight "Potential New Agent For Unconventional Warfare" CD (Tortuga Records)

Mit den Worten der Label Info sind Scissorfight "Atlantic Doom" und "classic rock for the modern Age of Aquarius. Like hanging out with Dennis Hopper on six hits of Orange Sunshine, you`re either in all the way or not at all". Alles klar? Ok ich versuch`s nochmal mit folgendem: "Southern Fried Stoner Rock". Das trifft es besser finde ich. Die 5 Songs dieser EP sind ziemlich gut und dicht prodziert, ein ganz schöner Stoner Rock Brocken. Für das passende Design des Coverartworks ist wörtlich "Fuckface Turner" zuständig gewesen, mit anderen Worten also Isis Frontman Aaron Turner. Der Chorus in den Songs ist neben der rauhen Stimme von "Ironlung" auch ziemlich cool und die Gitarrensolis rocken auch. Wer so etwas mag, wird hieran sicher Gefallen finden, ich eher nicht. -

Rating: 5/10



Shakira "Laundry Service – Washed And Dried – Ltd. Edition" CD + DVD (Epic Records/ Sony)

Dies hier ist eine Sonderauflage von Shakiras Hit Album "Laundry Service" mit drei Bonustracks und einer Bonus DVD. Zum Album: Es beginnt gleich mit den Single Auskopplungen "Objection (Tango)", "Underneath your Clothes" und "Whenever, Wherever", was auch auf die ein – oder andere Weise die besten Tracks des Albums sind. Denn nach diesen Stücken verliert das Album etwas an Durchschlagkraft und die Songs werden dann und wann etwas langweilig und bedeutungslos. Erst der 10. Track des Albums, "Que Me Quedes Tu", findet wieder meine richtige Aufmerksamkeit, denn er besticht durch eine sanfte Schönheit. Das darauf folgende "Eyes Like Yours (Ojos Asi)" hat einen gut rockenden Grundbeat und weiß auch zu gefallen. Suerte, eine spanische Version von "Whenever, Wherever" gefällt mir auch ausgesprochen gut und wer stellt sich dabei nicht sofort die tanzende Shakira vor, wie sie ihr Hinterteil hin – und her schüttelt!?
Ich mir jedenfalls schon..."Te Aviso, Te Anuncio (Tango)", die spanische Version von "Objection (Tango)" ist auch ein Hit! Als Bonustracks folgen noch "Whenever, Wherever" im Sahara Mix, "Underneath Your Clothes" in der Acoustic Version und "Objection (Tango)"in der Afro – Punk Punk Version. Proudziert hat die CD neben Shakira selbst, Emilio Estefan, der wohl der Mann von Gloria Estefan ist, die auch an einigen Songs mitgeschrieben hat. Die Aufmachung der CD ist in Ordnung, aber irgendwie hat sie doch auch einen etwas, sagen wir mal, biederen südamerikanischen Touch.
Auf der Bonus DVD mitt dem Titel "Washed And Dried" befinden sich ein Live Clip von "Objection (Tango)" von MTV`s 2002 Video Music Awards, MTV Making Of "Objection (Tango)" und das Video "Objection (Tango)". Der normale Video Clip ist ja aus dem Fernsehen bekannt und das Making of ist auch ganz nett, aber definitiv das Highlight der DVD ist Shakiras Liveauftritt, denn er ist ziemlich heiß... wow wie sie tanzen kann, can`t stop the body rock!! Also alles in allem eine gute CD, denn Shakira hat eine super Stimme, kann gut tanzen und sieht auch noch super aus!

Rating: 8/10



Since By Man "We Sing The Body Electric" CD (Revelation Records)

Die aus Milwaukee, USA stammenden und seit 1999 bestehenden Since By Man sind eine wirklich interessante Band und spielen eine noch interessantere Mischung von Musik. Revelation beschreibt ihre Musik mit der Intensität von Converge, der Tanzbarkeit der Swing Kids, dem melodischen Einfühlungsvermögen von Milemarker und einer eigenen Vision. Dem stimme ich zu, denn eine bessere Beschreibung fällt mir im Moment auch nicht ein. Ich mag die chaotischen Momente in den Songs und die gute Produktion von Kurt Ballou von Converge. Wären diese chaotischen Momente noch zahlreicher, würden mir Since By Man noch besser gefallen. Alle Songs sind treibend, kraftvoll und schön nach vorne gespielt, entfalten ihre Wirkung aber erst nach mehrmaligem hören. Auch die Stimme des Sängers klingt cool und variiert zwischen schreien und eher melodischem Singen. Das Design der CD gefällt mir auch, es wurde von der Band selber gemacht und schön "homogen" umgesetzt. Also anhören, denn es lohnt sich!

Rating: 8/10



The Haunted "One Kill Wonder" (Case Box) CD (Earache Records)

Ja, endlich sind die Könige des Trash Metal mit einem neuen Album zurück und mit was für einem!! Die Aufmachung der CD läßt schon einiges erwarten und die limitierte erste Pressung kommt in einer schicken Case Box, in der neben der regulären CD noch 5 Karten im Postkarten Format enthalten sind. Die Karten zeigen jeweils ein Foto der Bandmitglieder als Kriminelle und ein Gruppenbild. Sehr cool aufgemacht!
Die 11 Songs des Albums brechen so ziemlich alles nieder und von schnellen Trash Nummern bis "ruhigeren" Midtempo Nummern ist alles dabei. Die Hits des Albums sind für mich natürlich die schnellen Songs und Lieder wie der Titeltrack und "Shithead" oder "Urban Predator" gehören zu meinen Favorites. Insgesamt geht es etwas vielseitiger und vielschichtiger in Sachen Melodie zur Sache, als bei dem 2000 erschienen Album "Made Me Do It". Auch an Intensität und Aggressivität haben The Haunted klar gewonnen und es geht wirklich brachial zur Sache. The kings of Trash are back!

Rating: 8/10



The Kyds Vs Columbus "Demo" CD-R

Cooles Demo einer noch unbekannten Band aus Peoria, Arizona. Was sofort auffällt sind die drei Gitarristen, die den 4 Songs abgefahrene Melodiebögen mit vielen Twist und Turns geben. Beim Gesang oder besser Gekreische denkt man zuerst an Katzengejammer, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, findet man schnell Gefallen, denn die Stimme passt gut zur Musik. Diese bewegt sich eher im chaotischen Metalcore Bereich. Zwischen den Songs sind einzelne Dialog Samples eingestreut. Vergleiche zu den Kyds sind schwer zu finden, vielleicht passen Acme oder Converge ganz gut. Wie gesagt alles ziemlich powervoll und abgefahren und es scheint so als wollten die Kyds neue musikalische Bereiche erobern und das mit viel Potential. Mein Anspieltip ist der dritte Song, namens "Too Prosper too proper", ein wirklich gutes Lied mit vielen Breakdowns. These guys have a lot of potential and I`m excited to hear from the in the future. Website: www.thekydsvscolumbus.com

Rating 7/10




The Theory Of Abstract Light "s/t" CD (Tortuga Recordings/ Odd Halo Recordings)

The Theory Of Abstract Light ist ein Solo Projekt von Ben Carr, dem Gitarristen von 5ive`s Continuum Research Project. Zur Beschreibung steht im Booklet der CD: "An interpretation of depression falling into madness". Auf der CD sind sieben unbetitelte Instrumental Songs, die sehr "abstract" (haha!) und minimalistisch klingen. Spacige, ruhige Tonbögen wechseln mit schweren Gitarrensounds, die wiederum in hypnotische, psychedelische Klanglandschaften übergehen. Fast alle Songs sind untermalt von seltsam surrenden Electronics und sind schon eine Herausforderung an den Hörer. Ich finde diese CD das Beste seit langem und am besten läßt sie sich in totaler Ruhe und Dunkelheit, oder Nachts zum einschlafen hören. Eine ähnliche Aufmachung des CD wie bei dem neuesten Werk von 5ive, eingefaßt in ein schönes dunkelblaues Karton Booklet mit silberner dick bedruckter Schrift, macht das Bild von der Theorie des abstrakten Lichts vollkommen und bekommt deswegen vor mir die volle Punktzahl.

Rating: 10/10


Reviews March/ April 2003:



Blindspot a.d. "Pain Is Not The Cleanser" 7" (Useless Records)

Dieser Siebenzöller ist der Vorgänger zum kürzlich erschienen Album. Die 7" hat 9 Songs im Blindspot a.d. typischen Stil, nur noch nicht ganz so ausgereift wie auf dem neuen Album. Alle Lieder sind relativ schnell, mit coolen Mosh – und Grindparts und vielen Breaks. Die Stimme von Sänger Pat ist wie gehabt hell und mit viel Gekreische, passt somit natürlich gut zur Musik. Die Aufmachung der 7" ist auch gelungen, das Vinyl hat zwei Farben und ist in ein ansprechendes Pappcover zum aufklappen eingefasst, welches von den Farben gut zum Vinyl passt. Aber mir liegt noch eine weitere Pressung vor, die sog. "Collectors-Nerdition", limitiert auf 100 Stück und in klarem Vinyl, in eine schwarze Hülle eingeschweißt. Auch cool. Wer bei der Band freundlich nachfragt, kann sicher noch eine bekommen. Ach ja mehr Infos zu Blindspot a.d. in ihrem Interview zum neuen Album mit creative-eclipse.com, bei den Interviews hier auf der Seite zu finden!

Rating: 8/10



Chains In The Shed "s/t" CD (Siloh Records)

Wirklich überrascht war ich, als ich diese schöne Indie Rock CD das erste Mal gehört habe. Chains In The Shed ist das Solo Debut von Nathan Daniel Limbaugh, dem ehemaligen Drummer der nicht unbekannten Bands Karma To Burn und der Hardcore Band Encounter. Geboten wird auf der CD schöner, dichter Indie Rock, welcher hervorragend zu Nathans warmer und sehr entspannt klingender Stimme passt. Auch die Texte, welche teilweise sehr persönlich gehalten sind, fügen sich harmonisch in das Gesamtbild der 14 Song CD. Vom Sound lässt sich Chains In The Shed mit Kyuss und auch Karate vergleichen. Die stilvolle Aufmachung des Digipacks, mit warmen frische Farben und Naturbildern, verbindet die schöne Musik und die Texte und macht diese CD zu etwas sehr speziellem und eigenem. Ein paar Exemplare sind direkt über mich zu haben. Kann ich wirklich jedem empfehlen diese CD!

Rating: 9/10



Converge "Unloved And Weeded Out" 4x7" (Deathwish Inc.)

Dies ist mehr oder weniger eine Wiederveröffentlichung und ich muß zu Beginn gleich sagen, daß ich nicht so begeistert von dieser 4x7" bin. Ursprünglich wurden einige der Songs schon mal unter dem gleichen Titel vor Jahren auch als Siebenzöller veröffentlicht. Diese 7" ist aber schon lange nicht mehr erhältlich und mittlerweile eine gesuchte Rarität. Neben den 3 Stücken dieser 7", sind noch ein unveröffentlichtes Lied, ein Song von der "Halo In A Haystack" LP, zwei zuvor auf Samplern veröffentlichte Songs, ein Song von einer 5"(!) und 5 Demo Versionen vom "When Forever Comes Crashing" Album, nebst zweier Live Tracks, auf diesem limitierten Vinyl Release zu finden. Insgesamt finde ich das Ganze relativ überflüssig, allerdings macht das schöne Artwork von J. Bannon einiges wieder wett, außerdem hat jede 7" eine andere Farbe und ist auf 1000 tück limitiert. Also wer meint, seine Converge Sammlung zu ergänzen, kann ja getrost zugreifen. -

Rating: 6/10



Daughters "s/t" 7" (City Of Hell Records)

This is the shit!!! Wirklich super gut, selten so etwas abgefahrenes und geiles gehört!! Absoluter Oberhammer was diese Ex As The Sun Sets Leute hier machen, total komplex, irre Grindparts, krasse Geschwindigkeiten, flirrende Gittaren gepaart mit extrem hohen Gekreische. Wem Dillingers Escape Plan und die ganzen anderen extremen Bands gefallen, dem wird auch das hier ganz bestimmt gefallen. Leider ist dies nur eine "onesided" 7" mit 4 sehr kurzen Songs. Zwischen den Songs kommen immer Pausen mit ruhigen Parts und Samples, in denen man aber kaum zum Luftholen kommt, denn danach wird man wieder an die Wand gefahren und vollkommen plattgemacht. Demnächst soll ja ein ganzes Album von den Töchtern herauskommen, auf welches ich echt gespannt bin. Wahnsinn!

Rating: 9/10



Eden Maine "The Treachery Pact" CD (Ignition Records)

Eden Maine aus England heimsen sich schon viele Vorschußlorbeeren dadurch ein, dass sie ihre CD von keinem anderen als Kurt Ballou (Converge) produzieren liessen, der ja wie man weiß, in diesem Genre ein guter Produzent ist. Auch das Cover der CD wurde von keinem unbekannten gezeichnet, nämlich Puddnhead, der ja schon für bekanntere Bands wie Grade tätig war. Musikalisch geht es chaotisch zur Sache, Eden Maine hören sicherlich auch gerne Converge und Konsorten. Die CD beginnt mit einem schönen Instrumental, welches auf die folgenden Songs hoffen lässt. Doch leider gefällt mir die Stimme des Sängers nicht so gut, oder besser gesagt die gesungenen Parts, die auch von einem anderen Band Mitglied sein könnten. Ansonsten geht es heftig zur Sache, chaotisch und hektisch, düster und richtig schwere Riffs, wenn da nur nicht diese melodischen gesungenen Parts wären... Zu den Einflüssen von Eden Maine gehören sicher, wie schon erwähnt, Converge, Botch, Breach etc. in diese Richtung geht auch klar die Musik. Alles in allem 5 solide und kraftvoll technische Songs die überzeugen.

Rating: 8/10



Elemae "s/t" 7" (Ignition Records)

Diese zwei Songs finde ich echt cool, schöne Aufmachung und schöneLieder. Die Musik der aus New Jersey s tammenden Band, kann man wohl am besten als höchst emotionalen und Energie geladenen Indie Rock bezeichnen. Diese Songs gefallen mit Sicherheit jedem Sense Field, Texas Is The Reason und Elliot Fan. Die Band geht mit großem Geschick zur Sache und weiß was sie kann. Schöne Gitarren und eine wirklich warme sich in die Songs einfühlende Stimme tun ihr übriges um zu gefallen. Auch die Aufmachung der 7" ist gelungen und das durchsichtige Vinyl hat auch Style. Elemae sind noch eher unbekannt, aber definitiv wert gehört zu werden. Empfehlenswert!

Rating: 8/10



Hunter Gatherer "Low Standars For High Fives" CD (Ignition Records)

Ok mit solchen Band kann ich leider wenig anfangen, die Stimme gefällt mir nicht, alles klingt irgendwie so unharmonisch. Die Songs diese 10 Track Albums sind ja nicht mal schlecht gespielt, aber der Funken will einfach nicht so richtig überspringen. Hot Water Music klingen dagegen ja noch wahrlich cool, wobei der Unterschied vielleicht nicht so riesig ist. Kann ich aber nicht wirklich beurteilen, da ich solches Zeug dafür zu selten höre. Na ja allen denen Hot Water Music, Cap`n Jazz oder auch Braid gefällt, mag Hunter Gatherer auch gefallen. Die Platte ist übrigens in Deutschland auf Scene Police erschienen, die den Sound von Hunter Gatherer als "Emo – Punk" bezeichen. Schön, dabei will ich es auch belassen. -

Rating: 5/10



Never Surrender/ Face The Enemy Split CD ( Fight Fire With Fire Records/ Defiance Records)

Gespannt war ich ja schon, was da so neues von Porcell aka Good Old Slam nach seinem Ausstieg bei Shelter so kommt. Ich habe vieles über Never Surrender munkeln gehört und bei meinem Interview mit ihm, stand der Name dieser Band ja auch noch nicht fest. Bennant hat Porcell die Band nach einem Blitz Song, von welchem auch eine nette Coverversion auf dieser Split CD zu finden ist. Sonst bin ich eher etwas enttäuscht, denn das was Porcell da bringt, überzeugt mich wahrlich nicht. Ich denke auch, daß er das eigentlich weitaus besser kann, hat er ja in der Vergangenheit oft genug bewiesen. Es werden aber schon knallende Stücke geboten, und die größte Überraschung ist vielleicht, daß Porcell, mit der Backround Unterstützung von American Nightmare ( jetzt Give Up The Ghost), singt. Dies macht er auch nicht mal schlecht und weitaus besser als bei Project X, aber dennoch können mich die Songs nicht so überzeugen. Zu hören bekommt man wütenden Hardcore, relativ schnell gespielt mit einigen Moshparts und metallischen Breaks.Textlich geht es um persönliches mit seinem Freund und Ex-Band Kollege Ray Cappo, den er in dem Song "Broken" anspricht, nach dem Motto "a flame that burns no more". Sonst sind die Songs inhaltlich sehr vom Krishna Con. beeinflusst, das Porcell als einer der wenigen Hardcore Heroen vergangener Tage noch lebt.
Ok kommen wir zu Face The Enemy: erstmal fällt dieser typische und peinliche HC Namen auf, aber damit nicht genug, denn was diese Jungs bieten ist ein Witz. Das kann wirklich jede drittklassige 08/15 Combo besser. Wenn man bedenkt, dass diese Band aus Ken "Langfinger" Olden (Better Than A 1000, Damnation A.D.), Tim McMahon (Mouthpiece),Ed McKirdy (Handstied), Graham Land (Shelter) und Andrew Black (Good Clean Fun, The Explosion) besteht, wird alles nur noch peinlicher. Geboten wird schlechtester Old School Hardcore. Ich weiß nicht, aber werden die musikalischen "Fähigkeiten" dieser alten Herren mit den Jahren immer schlechter oder was soll dieser schlechte Witz?? Nein wirklich, Jungs bitte lasst es sein. Ich frage mich auch, welches Label allen Ernstes bereit ist, so eine Scheiße zu veröffentlichen. Das kann doch echt nicht wahr sein, einfach unglaublich. Die Texte sind genauso schlecht wie die Musik und sollen hier nun auch nicht noch erwähnt werden. Veröffentlicht wurde diese CD bei Deutschlands Lizenzlabel Nummer 1, Definance Records, natürlich auch als Lizenz von Porcells eigenem neuen Label Fight Fire With Fire. Davon kann man auch halten was man will, ist aber wieder ein anderes Thema. Abschließend bleibt noch zu sagen, dass meine Punktzahl nur an Porcell geht, weil ich ihn mag und teilweise wenigstens noch nachvollziehen kann, was er da macht. -

Rating: 6/10



Sometimes Why "To: All Loose Ends" CD (Ignition Records)

Was bei diesem Album zuerst auffällt ist die Stimme des Sängers, die mich spontan an Josh Loucka von Shift oder an die des Sängers von Down By Law erinnert. Ich denke auch, dass dieses 11 Song Album all jenen gefällt die oben genannte Bands mögen. Sometimes Why kommen aus Toronto, Cananda und sind hier wohl noch nicht allzu bekannt. Was mir ein wenig an dieser Musik fehlt, ist die Eingängigkeit mit der beispielweise Shift immer überzeugt haben. Manchmal haben die Songs auch so einen melodischen Punk Touch, der an die Descendents erinnert, mir persönlich aber nicht gefällt. Also wer auf eine punkigere Version von Shift und Konsorten steht, kann ihr nichts falsch machen und getrost zugreifen.

Rating: 7/10



Speedwell "My Life Is A Series of Vacations" MCD (Ignition Records)

Diese 4 Song MCD von Speedwell passt ganz gut zu allen möglichen Deep Elm Bands. Speedwell waren ja auch schon auf Deep Elm`s Emo Diaries 3 Compilation. Der erste Song "Calling On Columbia Pike" gefällt mir überhaupt nicht und ich war mir nicht so ganz sicher was mich da erwartet. Klingt wie schlechte Reggie & The Full Effect. Die Label Info spricht von "Alternative, melodic Pop Rock", was auch stimmt, doch diese "wir wollen catchy sein" Parts gefallen mir gar nicht. Klingt zu aufgesetzt. Nach dem ersten Song wird es in den folgenden Songs aber besser, und die Musik driftet manchmal in melancholischere Emo Parts. Die Produktion der MCD ist etwas dünn, doch das fällt ab dem zweiten Stück auch nicht mehr so auf. Vergleichen kann man Speedwell ganz gut mit Bands wie Pop Unknown und Cross My Heart. Die Aufmachung der CD ist ganz nett, schöne Farben und das Booklet ist in Pergament gehüllt. -

Rating: 7/10



Unbounded "Reviving" CD (Motorcity Entertainment)

Die aus Chemnitz/ Sachsen kommenden Unbounded wollen glaube ich Emo spielen, doch leider gelingt das nicht so wirklich. Auch die eingestreuten Samples im ersten Lied irritieren mich etwas und passen nicht wirklich zur Musik. Stellenweise erinnert die Musik auch eher an, sagen wir mal, hardrockigere Klänge. So klingt auch die Stimme des Sängers...Unbounded versuchen zu rocken, aber mir gefällt es nicht wirklich, und es gelingt auch nicht wirklich meiner Meinung nach. Sorry Jungs, tut mir leid, dass ich Euch nicht mit einer positiven Rezension weiterhelfen kann. This is this not my cup of tea und auch das Coverartwork erinnert mich auch eher an eine Metalband, was ja aber nichts zu heißen hat...

Rating: 3/10



Uniqua "Pre-Demo" CD-R (Static Void Records)

Das hier ist das Vor-Demo von Junika DiCara, der Frau von Vic Dicara von Inside Out, 108 etc. Auf der CD sind 5 Songs, namentlich "Human Degradation", "Cry Against The Wall", "Look At Us Now", "Keep Calling Out" und "Tears". Die letzten drei Songs gefallen mir am besten, besonders "Keep Calling Out" mit so einer Art Flöte im Hintergrund, auch der letzte Akustik Track ist schön, denn da kommt Uniquas schöne Stimme besser als in den ersten Songs zur Geltung. Denn wenn sie singt klingt das weitaus besser als die teilweise lauteren Parts in denen die Stimme fast in Schreie übergeht. Vic hat auch an der Musik mitgeschrieben und spielt auch bei fast allen Songs Gitarre und Bass. Das verleiht den Songs manchmal etwas zu viel Härte und auch der metallische Klang der Aufnahme, dürfte manchmal ruhig etwas weniger und softer sein. Uniqua zählt Radiohead, die Bad Brains und Siouxsie Sioux zu ihren Einflüssen. Leider liegen mir weder Lyrics noch Coverartwork vor, so dass ich dazu nichts sagen kann, aber wie der Name schon verspricht, liegt hier etwas sehr eigenständiges vor.

Rating: 7/10



xCanaanx/ Thirty Seconds Until Armageddon Split 7" (Ignition Records)

Hier geht es gleich voll zur Sache und es gibt direkt eins auf die zwölf! xCanaanx spielen brutalen Mosh-Hardcore der jedem Veganmetal Hardcore Kid gefallen wird. Hatebreed lassen vom Moshfaktor auch irgendwie grüssen....die Stimme des Sängers klingt fies, gemein und schön brutal, so wie es sein sollte! Rocken wirklich die beiden Songs! Textlich geht um die Szene üblichen Attitüden und da bieten xCanaanx nicht wirklich viel neues: "Count the fucking days until you crawl into your graves". Na ja nicht so cool und nicht wirklich innovativ. Dennoch gefallen mit Thirty Seconds Until Armageddon nicht so gut wie xCanaanx, denn ihr Sound klingt zu ungehobelt, roh und schlecht gemixt. Irgendwas haut da mit den Höhen nicht so ganz hin. Textlich bewegen sich Thirty Seconds Until Armageddon in einer ähnlichen Welt, ist aber bei dem Namen auch nicht anders zu erwarten. Musikalisch wird ein schwerer Bastard aus sehr metallischem Hardcore und etwas chaotischeren Klängen geboten. Das Coverartwork passt auch ganz gut und auf der Innenseite dürfen die obligatorischen live Bilder natürlich nicht fehlen. Also eine ziemlich brutale Split 7", die jedem xMaroonx und auch sicher jedem Hatebreed Fan zu empfehlen ist.

Rating: 7/10




Reviews May 2003:



Betty Blowtorch "Last Call" CD (Foodchain Records)

Man was haben Foodchain Records für Pressemappen, das schafft niemand zu lesen, so viel ist das. Diese CD von Betty Blowtorch ist eine Sammlung von live Material, raren Stücken, irgendwelchen (Radio) Einspielern, Demos und 5 Interview Clips. Ich finde diese Sammlung ziemlich cool, weil auch der ein oder andere Frauenpunk Kracher darunter ist. Denn Betty Blowtorch bestand nur aus weiblichen Mitgliedern, alle mit sagen wir mal etwas obskuren Namen und Image. Die CD ist zu Ehren von Gründungsmitglied Bianca Butthole (a.k.a. Bianca Halstead) erschienen, die im Dezember 2001 bei einem Autounfall in New Orleans ums Leben kam. Wem straighter Punkrock, Rock`n Roll gefällt, der wird hier seine wahre Freude haben.

Rating: 7/10



Broadcast International – Compilation CD (Point Five Limey Records)

Broadcast International ist eine schick aufgemachte internationale Compilation CD,
die auf dem in Denver, Colorado ansässigen kleinen Label Point Five Limey Records erschienen ist. Folgende Bands sind auf dem Sampler: A Perfect Kiss (USA), Maria Blonde (France), Alien 101 (Germany), May Sixteen (Germany), [the] K Word (USA) und To What End (USA). Die Nase vorne haben bei diesem Sampler eindeutig die französischen Maria Blonde, cooler Bandname und ein super Song namens "Empty Headed". Dieser Song ist der Hammer, weil geile hohe Stimme und geile Gitarren. Alle Bands sind mit jeweils 2 Tracks auf der CD vertreten. Ausser Maria Blonde treten noch A Perfect Kiss positiv hervor, da sie eine feine Mischung aus härterem Metalcore und schönem Gesang spielen. ), [the] K Word gehen auch okay, erinnern mich vom Gesang her, irgendwie an ältere Fugazi Sachen. Die deutschen Bands können überhaupt nichts, sorry Jungs, dat is der falsche Weg! 14 Tracks in etwas über 55 min. Gute Idee, einen internationalen Sampler machen, zumal er gelungen ist.

Rating: 8/10



Daylight "The Dead End Kids" CD (Winter Recordings)

Jawoll Daylight rocken vom ersten Ton an und gleich der Opener dieser CD, "Modern Pestilence", ist ein richtiger Knaller. Die Jungs können was! Daylight waren mir zwar immer ein Begriff,
aber ich habe zugegebenermassen bis zu dieser CD noch nie etwas von ihnen gehört. Nach Incendiary Records sind sie mit diesen 5 Tracks in fast 23 Minuten, zu Winter Recordings gewechselt. Das Label nennt folgende Bands als Vergleiche, deren Hörer auch sicher für Daylight zu haben sind: Atreyu, Thursday, From Autumn To Ashes. Besonders der Wechsel zwischen gekeiftem Schreigesang und dem schönen, cleanen Gesang überzeugt. Die Aufmachung der CD ist auch okay, die Booklet Innenseiten sind relativ einfach gehalten, mit Text und Schwarz/Weiß Fotos. Wenn alle Songs so rocken würden wie der Opener und der letzte Song, dann wäre ich uneingeschränkter Fan der Band. Aber auch so sage ich: kauft Euch diese tolle CD und unterstützt eine hoffnungsvolle Band aus unseren Landen!

Rating: 8/10



Die...My Deamon/ 50 Caliber "Splitting Ammunition" CD (Filled With Hate Records)

Cool aufgemachte split CD zweier europäischer Bands, einmal Die...My Deamon aus Belgien und 50 Caliber aus London England. Letztere sollten sich einen neuen Namen suchen, denn der klingt einfach scheiße. Von Die...My Deamon gibt`s 4 neue Songs die voll auf die 12 gehen, weil nämlich brutaler straight in your face Hardcore, der jedem Madball, Hatebreed etc. Fan gefallen wird.
50 Caliber spielen hingegen 6 Songs von All Out War beeinflussten Metalcore, der auch roh und brutal klingt, mit vielen Moshparts. Die fiese Stimme des Sängers tut auch ihr übriges. Manchmal erinnert sie mich an den Sänger der New Yorker Neck. Das Artwork der Split-Veröffentlichung hat Boris von Copykill gemacht und die Mischung aus Rot, Weiß und Silberprint passt harmonisch und gut zusammen.

Rating: 7/10



Discipline "Saints & Sinners" CD (I Scream Records)

Hier das aktuelle Album von Europas bekanntester "Streetcore" Band mit viele Backups und "Ohh-ohhhs". Die Presseinfo sagt, dass Discipline mit ihrem letzten Album über 10.000 Stück verkauft haben, was tatsächlich viel für eine Band dieses Genre ist. Mir ist das ganze natürlich viel zu prollig, aber ich denke wer auf so Mucke steht, wird begeistert sein, denn eine gute Produktion weist die CD allemal auf. Leider liegt mir kein Artwork vor, so dass ich dazu nichts sagen kann, aber wie gesagt wer Discipline mag, der weiß was ihn erwartet. Also die Stichwörter sind: Streetpunk, Hooligan Rock, Punk, Street Rock 'n Roll...

Rating: 5/10



Elliott "Song In The Air" CD (Revelation Records)

Eine weitere tolle Platte auf Revelation. Was ist zur Zeit eigentlich los, Revelation bringen nur gute Sachen heraus!? Eine wirklich sehr schöne ruhige Platte und ich weiß gar nicht so richtig, was ich dazu schreiben soll, denn ich habe mich mit Elliott nie wirklich befasst. Werde ich aber definitiv nachholen. Der Titel des Albums, "Song In The Air", passt hervorragend zur Musik, denn die Songs tauchen aus dem Nichts, aus der Luft auf und verschwinden dann wieder, tauchen ein und zurück ins Nichts. Ein sehr sanftes, schönes und ruhiges Album, unterstützt bei manchen Songs durch Streicher. Die schöne Aufmachung der CD passt natürlich zu dem Gesamteindruck. Elliott sind ganz, ganz groß!

Rating: 9/10



Hugo "Feeding Ahhs" CD (Radius Records)

Hier haben wir es eindeutig mit Charts tauglicher Mucke zu tun, die meiner Ansicht nach voll in so eine "She`s Miss California" von Dante Thomas Schiene reinpasst. Teilweise gerappt, teilweise Säuselgesang. Manchmal mehr wie eine Band, dann wieder mehr elektronisch. Generell gefällt mir sowas ja nicht, was aber jetzt nicht heißt, das Hugo mies ist. Würde das tagsüber im Radio laufen, würde es kaum auffallen, denn es ist schon sehr gänige Musik. Hugo kommt übrigens aus Orlando, Florida. Zum nebenher im Hintergrund hören ganz okay. Stichwörter sind: Electronica, Street-Rock, funkadelic grooves und Hip-Hop.

Rating: 7/10



Length Of Time "Antiworld" CD ( I Scream Records)

Also ganz ehrlich, die alten Lengh Of Time Sachen haben mir weitaus besser gefallen, denn auf der neuen CD will mir der Gesang nicht so richtig gefallen. Mit diesem Album sind sie also von Goodlife Recordings zu I Scream gewechselt. Wären die Songs nur mit Schreigesang wäre mehr für mich dabei. Alle Songs sind meist im Mid-tempo und schon ziemlich schwerer Heavy Metal. Vielleicht passt so eine Beschreibung ganz gut. Leider liegt mir auch hier kein Artwork vor, so dass ich darüber nicht viel sagen kann. Die Lyrics sollen sich allerdings um Globalisierung, Krieg und Gesellschaftsprobleme drehen. 10 Songs in 46 Minuten. -

Rating: 6/10



Pelican "s/t" CD (Hydra Head Records)

Chicagos Pelican spielen tonnenschwere Instrumentalmusik auf einem sehr hohen Level, denn die Songs sind alle mit einer sehr feinen Präzision umgesetzt. An manchen Stellen würde ich mir vielleicht doch auch Gesang wünschen, denn es würde auf alle Fälle zur Musik passen. Gesang ist jedoch kein Muss, denn die Musik kommt auch ganz gut ohne diesen aus. Besonders der zweite Song, mit dem Titel "Mammoth", sticht heraus, denn der fängt mit wahrhaft mammutartig – schweren und wahnsinnig wuchtigen Drums, Bass und Gitarren an. Das Artwork der CD ist in düsteren Grau – und Schwarztönen gehalten und kommt wie bei allen Hydra Head Releases direkt aus dem eigenen Haus. Die CD umfasst 4 Songs und hat eine Spielzeit von knapp 30 min. Alle Songs sind also relativ lang und von schweren Melodien durchwachsen, was aber bei der Heavy Mucke nicht unüblich ist. Wer auf Instrumentalmusik steht, zugreifen!

Rating: 8/10



ALBUM OF THE MONTH:

Shai Hulud "That Within Blood Ill Tempered" CD (Revelation Records)

Mit den Worten: "Rest assured, this is sincere, this is true" melden sich Shai Hulud zurück (selbiges steht auch abgedruckt auf den ersten Seiten des Booklets). Haben sie doch gar nicht nötig, glaube ich den Jungs auch so. Denn sie enttäuschen nicht, wie gehabt schöne melancholische Gitarrenmusik, wie man es von Shai Hulud gewöhnt ist. Die vielen Breaks erschweren allerdings den Einstieg in dieses Album. Nach mehrmaligem Hören hat man sich aber bestens in die Strukturen des Album eingelebt und kann dann verstehen und geniessen, was da zum Ausdruck gebracht wird. Ich persönlich finde dieses Album sogar noch besser als das Erste, denn insgesamt gefallen mir mehr Songs als beim ersten Album. Typische Samples werden auch verbraten, wie zum Beispiel das "Beware the beast man..." aus "Planet der Affen", das schon so viele Bands verwurstet haben. Na ja das soll nicht weiter stören. Anspieltips: "Let Us At Least Praise The Colonizers Of Dreams", "Two And Twenty Misfortunes", "Being Exemplary" mit den ganz ganz typischen Shai Hulud Gitarrenlines, und viele andere. Der neue, aus Holland stammende, Sänger klingt auch super und macht seine Sache perfekt, zumal er wirklich fast wie der alte klingt. Ein schön und äußerst ästhetisch aufgemachtes Booklet gibt es auch. Tolle Platte!

Rating: 10/10



Shattered "Paradise Regained" MCD (Filled With Hate Records)

Die Holländischen Shattered erinnern mich stark an Biohazard, Madball und Konsorten, was sicherlich auch an den teilweisen gerappten Vocals liegt. Ich persönlich mag die Mischung aus gerappten Vocals und Gitarrenmusik leider nicht besonders, aber man muss festhalten, dass Shattered talentiert zu Werke gehen und durchaus besser klingen, als so viele Bands diesen Styles. Anyways, das Artwork der CD EP hat auch Boris von Copykill gemacht und zeigt eine griechische "Tempelandschaft" auf braunen Hintergrundfarben. Ach ja nette Gitarensolis gibt`s auch!

Rating: 7/10



Spider Crew "Menace Ta Society" CD (I Scream Records)

Riot....!!! Ja darum geht es hier. Proll Hardcore aus Wien, Österreich. Brutal, gnadenlos und gewaltätig und für meine Bedürfnisse etwas zu aufgesetzt. Der Gitarrist singt auch noch bei den nicht unbekannten Only Attitude Counts, die es ja auch schon seit einigen Jahren gibt. Geboten wird fett produzierter, rauher Street Hardcore mit ein paar Oi-Einflüssen und Groove. Wer`s mag, zugreifen. –

Rating: 6/10



Supagroup "s/t" CD (Foodchain Records)

Schon wieder, wie bei Foodchain Releases üblich, eine riesige Pressemappe. Die machen sich wirklich viel Mühe. Die Rocker von Supagroup kommen aus New Orleans und spielen Rock, ha ha. Das machen sie ganz gut, manche Songs erinnern mich an Chamberlain, da der Songaufbau und die Stimme des Sängers recht ähnlich sind. Produzier wurde das Album vom Grammy Award Gewinner Trina Shoemaker. Neben langsameren Stücken, gibt es auch schnellere die wirklich gut rocken, wie zum Beispiel "Back By Popular Demand", dem letzten Song der CD. 12 Tracks in über 44 Minuten. "We`re Supagroup from New Orleans, Louisiana and we`re here to kick your ass."

Rating: 8/10



The Austerity Program "Terra Nova" MCD (Hydra Head Records)

Diese Band/ Project besteht aus zwei New Yorkern, die in den letzten Wochen durch irgendeinen überflüssigen Copyright Streit mit Hydra Head von sich Reden gemacht haben. Können sie sich ja leisten, sind ja Millionäre und unter 30 Jahre alt, wie die Presseinfo grosszügig preisgibt. Das ändert aber an der Musik auch nichts gelle...
Was mir zuerst aufgefallen ist, sind die Drums, die alle per Drumcomputer erzeugt worden sind. Zugegebenermaßen, das mag ich irgendwie nicht so, klingt mir zu steril und unlebendig. Nur wenigen Bands gelingt es mit Drumcomputern gut umzugehen. Die Stimme passt auch nicht ganz so gut, zum Sound und klingt mir zu unharmonisch. Einzig die Melodien finde ich interessant, denn die machen, dass The Austerity Program doch besser als so manches klingen, was täglich so erscheint. Wieso die CD eigentlich auf Hydra Head erschienen ist, kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn meiner Meinung nach, ist diese CD EP keine Hydra Head typische Veröffentlichung. Die CD featured 4 Songs in etwas über 33 Minuten. -

Rating: 7/10



The Blue Bloods" s/t" CD ( I Scream Records)

Die Blaublütler kommen aus Bosten und es gibt sie schon eine Weile, seit 1998 um genau zu sein. Die Musik ist kraftvoller Gitarren Punk mit viel Backups. produziert hat die CD Jim Siegel, der ja schon mit Acts wie The Dropkick Murphys, Blood For Blood und Slapshot. gearbeitet hat. Dementsprechend geht die Produktion auch völlig in ordnung und passt gut zu dieser Art von Musik. Auf Tour kommen die Blue Bloods voraussichtlich im Herbst. Also Punkrock Fans zugreifen, 19 Songs in etwas über 60 Minuten. –

Rating: 6/10



Unite for Peta – A 25 Song Benefit Compilation CD (nh-n Records)

Eine, wie der Name schon sagt, Benefit Compilation zugunsten der Tierschutzorganisation Peta. Eine gute Sache also, die man unterstützen sollte! Erschienen ist diese 25 Song CD auf dem italienischen, in Genova, ansässigen Label nh-n Records. Das Booklet ist schlicht und übersichtlich aufgemacht, mit Hinweisen zu den Bands und deren Songs. Alles gut soweit. Am besten gefällt mir die Interpretation von Good Riddance die sich den Song "Feel Their Pain" der kalifornischen Straight Edger für diese Compilation ausgesucht haben. Diese Compilation ist die erste in einer Serie von Benefit Compilations von nh-n Records. Weitere Informationen auf: www.peta.com und die Tracklist dieser Compilation sieht so aus:

1 oh boy - the bigoz quartet,
2 feel their pain - good riddance
3 stay today, gone tomorrow – veronica
4 get it + got it + good - the impossibles
5 june - still here
6 silly so sorry - bambix
7 halfway there - jersey
8 a day in a life of a captive heart - wishing well
9 hey! liberty - over it
10 so long – complete
11 jack of all trades - hot water music
12 from the last rows - evolution so far
13 houses and buildings - the plus nomination
14 just rock ’n roll - midtown
15 fatti smart – minnies
16 darkside – goblins
17 quicksand - halfway home
18 couch - the benjamins
19 over miles - the masked animals
20 road to recovery – rufio
21 monkey - and the winner is
22 no clouds - skin of tears
23 nothing at all - horace pinker
24 waits and expectations - for I am blind
25 when we were queens - blue meanies

Rating: 8/10




Reviews June 2003:


Black On Black – A Tribute To Black Flag" CD (Initial Records)

Ja hier nun die CD Version des Black Flag Tribute Samplers. Gut so, denn die 7"es waren bei einer geringen Auflage von 1000 Stück schnell ausverkauft. Alle Songs sind meiner Meinung nach gut interpretiert, eigentlich kein Wunder da für diese Compilation auch nur ausgewählte Bands Lieder beisteuern durften: American Nothing ( jetzt Give Up The Ghost), Anodyne, Burnt By The Sun, Coalesce, Converge, The Dillinger Escape Plan, The Hope Conspiracy, Plans Mistaken For Stars und Playing Enemy. Einzig der Song von American Nothing ist ein mehr oder weniger überflüssiger Beitrag einer relativ überflüssigen Band.
Außerdem ist diese Tribute Compilation wichtig, weil sie den einzigen Coalesce Song featured, den die Band in ihrer kurzen Reunion Zeit 2002 veröffentlicht hat. Der Beitrag von The Dillinger Escape Plan ist die erste Veröffentlichung mit ihrem neuen Sänger. Diese Tribute Compilation findet sicherlich etwas mehr Beachtung, weil sie im Gegensatz zu den vielen die dauernd erscheinen, nicht in ihrer eigenen Belanglosigkeit untergeht. Gute Sache!

Rating: 8/10



Criteria "En Garde" CD (Initial Records)

Haben wir hier ein neues Quicksand Album oder was!? Nein Spaß bei Spaß bei Seite, aber Streckenweise erinnern Criteria um Musiktalent Stephen Pederson schon an Quicksands Melodien. Stephen Pederson ist der ehemalige Gitarrist von Cursive und seine letzte Band The White Ocatve machte in der Vergangenheit schon mit Releases auf Deep Elm und Initial auf sich aufmerksam. Stephen und das Presseinfo nennen die Musik "Riff-Rock" oder "massive-anthem-power-pop-riff-rock". Okay klingt gut, wunderbar....wird wohl auch irgendwo dazwischen sein. Mir gefällt diese, in einem Digipack verpackte, CD sehr gut und ich denke ich kann sie wirklich jedem "Manic Compression" Fan von Quicksand empfehlen. Tolle Riffs und coole Gitarren, manchmal dürfte vielleicht der Gesang etwas mehr in den Hintergrund gemischt sein, aber ansonsten auch eine gute Produktion. Das Artwork sieht so artsy mäßig aus, minimalistisch, vorne Stephen mit Gitarre und auf der Hinterseite ist ein simples Wasserglas abgebildet. Wer Weezer mag, kann auch mal reinhören... Anspieltips: "Play On Words" und "It Happens". Stephen selber sagt zu Criteria: "It`s the closest I`ve come to painting."

Rating: 8/10



Darkest Hour "Hidden Hands Of A Sadist Nation" CD (Victory Records)

Hier nun also das langerwartete Album der wohl schwedischsten Band Amerikas. Super schnell, super krachig, super Death Metal lastig, super Hardcore-like, super punkig. Ja, das alles vereinen Darkest Hour zu einer perfekten Mischung mit vielen Melodien, und gleichzeitig doch so brutal und roh. Als Gastmusiker ist alles dabei, was Rang und Namen hat: Thomas Lindberg (At The Gates, Skitsystem, The Great Deceiver), Anders Bjorler (The Haunted), Peter Wichers (Soilwork) und Marcus Suneson von The Crown. Man, man, man da geht so einiges! Typischer Göteborg Death Metal as its best und dabei kommen Darkest Hour doch aus den USA! Aufgenommen wurde "Hidden Hands Of A Sadist Nation" dann auch gleich direkt im Studio Fredman in Göteborg von Fredrick Nordström, der natürlich schon Bands wie At The Gates und In Flames produziert hat. Super Platte!
Die Aufmachung der CD finde ich persönlich etwas langweilig und zu eintönig, da hätte ich mir etwas mehr erwartet, aber nun gut, daran werde ich mich bei diesem Kracher von CD sicher nicht stören. Textlich geht teilweise um persönliche Dinge, aber auch um politisches, wie zu Beispiel Amerikas Umgang mit Waffen oder blindem Patriotismus.

Rating: 9/10



Ellipsis "Promo 2003" CD-R

Ellipsisi kommen aus den Staten und spielen schweren Death Metal mit Hardcore Einflüssen. Ganz klar, die Stimme gefällt mir nicht. Ich mag keine grunzenden Sänger, und das ist für mich auch gleich das Manko bei dieser 2 Song Demo CD. Ellipsis kommen wahrscheinlich schon aus dem Hardcore Umfeld, orientieren sich vom Sound her, jedoch mehr an irgendwelchen langsamen Florida Death Metal Kapellen. Als Vergleich fällt mir da vielleicht Up Heaval ein. Beide Songs sind relativ lange, der erste etwas über 5 Minuten, der zweite etwas über 6 Minuten. Was mir auch auffällt, sind diese Tough Guy mässigen Back Choir Parts im ersten Song. Der zweite Song gefällt mir besser, hat mehr Breaks, ist etwas schneller und hat mehr Melodien. Die Produktion geht in Ordnung. Wie gesagt wenn da nur nicht diese grunzende Stimme wäre....mehr Infos auf: ellipsis.tk

Rating: 6/10



Freya "As The Last Light Drains" CD (Victory Records)

Nun also endlich wieder etwas von Karl Buechner, dem ehemaligen Earth Crisis Frontman. Sein neues Baby nennt sich Freya, das er unter anderem mit seinen ehemaligen Bandkollegen Eric Edwards und Bulldog gegründet hat. "As The Last Light Drains" klingt jedoch schon ein ganzes Stück anders als Earth Crisis, denn die Nu Metal und Rock Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen. Außerdem gibt es neben Karl noch einen weiteren Sänger, der die meisten melodischen Parts übernimmt. Mir würde die Platte allerdings viel besser ohne diesen Sänger gefallen, denn dann würden Freya tatsächlich an das anschliessen, was Earth Crisis auf ihrem letzten Album "Slither" praktiziert haben.
Anspieltips sind für mich das Titelstück, welches bis auf Karls Geschrei, schon sehr melodisch und rockig ist, ja fast Emo Einflüsse hat. Das daran anknüpfende Stück "Dead In Her Eyes" ist brutal, nach vorne und schön roh und erinnert mich an einen typischen und perfekten Earth Crisis Song. Die Aufmachung finde ich auch zu langweilig, etwas mehr Detailverliebtheit, wie bei "Slither" könnte es ruhig geben. Also als Fazit: so gut wie Earth Crisis lange nicht, aber schon okay. -

Rating: 8/10



ALBUM OF THE MONTH:


Helicopter Helicopter "Wild Dogs With X-Ray Eyes" CD (Initial Records)

Jawoll, hier das Album des Monats und gleich auch noch mit dem Song des Monats namens "Harsh Light"!! Zu dumm bei Alben die mir gut gefallen, weiß ich so oft nicht was ich genau schreiben soll. Die Platte hat alles was ein gutes Album haben muss, super Gitarren, Drums, einen tollen Sänger und eine coole Sängerin. Der Stil der Musik? Hmm...um mal wieder die Presse Infos zu verbraten: "Hi-powerded pop hooks with angular rock aggression." Helicopter Helicopter kommen aus Boston, MA und sind auch schon eine Weile dabei und haben bereits mehrere Sachen veröffentlicht. Ich denke, dass besondere dieser Platte machen das Zusammenspiel der Stimmen und Gitarren von Julie Chadwick und Chris Zerby aus, denn beide, sagen wir mal, harmonieren wunderbar zusammen und es entstehen wirklich schöne Melodien, beides in Gitarre und Gesang. Produziert hat "Wild Dogs With X-Ray Eyes" Matthew Ellard, der unter anderem schon mit Weezer, The Lemonheads und Converge zusammen gearbeitet hat. Der Boston Globe hält Helicopter Helicopter sogar für einen der besten Pop Acts der Stadt. Dem kann ich nur zustimmen, denn "Wild Dogs With X-Ray Eyes" ist sicher eines der interessantesten Rock Alben des Jahres.

Rating: 10/10



Hoods "Pray For Death" CD (Victory Records)

Das erste was mir an dieser CD auffällt, ist die eher unschöne Aufmachung im Stile dieser Victory Style Compilation. Zu sehen ist ein schlecht gezeichneter Mob goin`nuts, na ja wem`s gefällt. Gezeichnet hat das Ganze Sean Taggert, kein Unbekannter im Hardcore der 80'er Jahre, hat er doch schon mit Acts wie Agnostic Front oder Sheer Terror gearbeitet. Die aus Sacramento stammende Band spielt schweren und wuchtigen Tough Guy Hardcore mit Metal beziehungsweise Doom Metal Einschlag. Die Stimme klingt gut soweit, roh und brutal eben und steht dann und wann Rick from 25 Ta Life in nichts nach. Textlich geht`s um die Szene typischen Sachen: Alkohol – und Drogen Missbrauch, Korruption etc. Allerhand Guest Vocals gibt`s auch, unter anderem von: Ryan von Sworn Vengeance, Ryan von Oath In Blood, sowie Mike und Geraldo von Beyond Sorrow. Also wer auf Circle Pits und "Hau-drauf-Core" steht, kann hier nichts falsch machen und getrost zugreifen!

Rating: 6/10



Pascal "Hello My Name Is Pascal" (Uvulittle Records)

Lustige CD mit wieder einer hässlichen Aufmachung. Die Musik kling wie Will Oldham oder Beck in betrunkenem Zutstand zu "Loser" Zeiten. Wirklich lustig und seltsam zugleich. Irgendwie eine manchmal düstere Akustik Folk-Punk Mischung. Really creepy. Texte etwa so: "Hey Mr. Jenkins, what are you doin in the water, that don`t look like swimmin..." 13 Songs in 42:39 Minuten und weitere Informationen auf pascal.com

Rating: 6/10



Sensus "Inertia" CD (Inertia Records)

Oh je warum verschicken Bands, die eine 5 Song CD selber heraus gebracht haben, knapp 30 Seiten Infomaterial mit? Viel zu viel, muß nicht sein, denn das liest sich sowieso niemand durch. Sensus ist eine aus London, England stammende Indie Rock Band, und die Jungs beherrschen ihre Instrumente wirklich gut. Geboten wird melodiöser, intelligenter Rock, mit verschiedenen Hooks und Gitarrenlines. Besonders der erste Song, "Synthetic", überzeugt. Irgendwie erinnern mich Sensus sogar Kula Shaker, nur geradliniger vielleicht. "Synthetic" sowie ein weiterer sind noch in Radio Versionen an das Ende der CD gefügt. das einzige was mich wirklich stört an dieser CD stört, ist die Aufmachung: viel zu eintönig und langweilig. Es braucht nicht unbedingt viel Geld um ein interessantes Artwork zu machen. Im Netz ist Sensus unter sensusband.co.uk zu finden.

Rating: 7/10



Ultimate Fakebook "Before We Spark" CD (Initial Records)

Eine weitere gute Veröffentlichung von Initial Records mit sechs neuen Songs und einem Remix. Das ganze geht so in Richtung eines melodiösen Power-Pop-Rock Gemischs, mit einem Emo Einschlag. Der Remix Song, namentlich "Inside Me, Inside You" ist von der Vorgänger Platte "Open Up And Say Awesome". Für den Remix ist der nicht unbekannte Producer Ed Rose zuständig gewesen, der auch den Rest der Platte produziert hat. Die CD hat auch noch einige CD-Rom Features, unter anderem weitere Remixes von oben genanntem Song, sowie zwei Videos. Die Aufmachung der CD ist sehr stilvoll in schwarz und diversen Violett Tönen gehalten. Sieht sehr cool aus, finde ich. Anspieltip: "Catch The Beat", denn die teilweise hohe Stimme des Sängers macht einiges her, antesten kann nicht schaden. -

Rating: 8/10




Reviews July 2003:


Backfire! "Change The Game" CD (I Scream Records)

Etwas überrascht war ich schon, als ich diese CD das erste Mal durchgehört habe, denn sie ist viel besser als ich erwartet habe. Um gleich mal mit dem "name-dropping" anzufangen: Solide und wuchtig produziert hat die CD Mike Dijan von Breakdown. Außerdem sind Gastauftritte von Freddy von Madball und Billy Grazaidei von Biohazard, und unter anderem Backing Vocals von Vinnie Value, auf der CD enthalten. Wenn das mal nicht hilft dieses Album zu promoten. Backfire! sind eine durchaus erfolgreiche Band im Eurpäischen Hardcore, haben sie doch mit ihrem Album "Still Dedicated" über 8.000 Stück hier verkauft. Während den Aufnahmen haben Backfire! auch Shows in New York mit Madball gespielt. Also wer Backfire! nicht kennt: geboten wird fetter, wuchtiger Hardcore, der durchaus auch aus New York und nicht unbedingt aus Holland stammen könnte. Eine Coverversion von Spudmonsters "Forever Real" gibt' s außerdem zu hören. Das einzige Manko an "Change The Game" ist vielleicht die kurze Spielzeit der 11 Songs von etwas über 25 Minuten....aber obwohl, lieber kurz und dafür knackig. -

Rating: 8/10



Costa' s Cake House "555" CD (Firefly Companies)

Bei Costa' s Cake House handelt es sich um eine hoffnungsvolle deutsche Band aus Karlsruhe, welche eine interessante und eigenständig - abwechslungsreiche Mischung aus Metal, Hardcore, Black – und auch Death Metal spielt. "555" ist nach einer 3"CD in DVD Verpackung das neue Album von Costa' s Cake House. Es enthält 10 Songs, die knapp eine halbe Stunde gehen. Die Musik wechselt zwischen chaotischem Hardcore, Death Metal und melodischerem Black Metal. Die Stimme ist auch variationsreich, von Kreischgesang bis Gegrunze ist alles dabei, wobei mir letzteres nicht so unbedingt gefällt.
In "Solitude" geht es mit Klavier und Streichern zur Sache, und das darauffolgende Stück "A.K.A. Arschloch" hat die geilsten Gitarren auf der ganzen CD. Die Produktion ist gelungen und passt sich den jeweiligen Passagen der Songs gut an. Die Texte sind alle auf Deutsch, was nicht unbedingt auffällt, aber ich persönlich finde das sehr cool, denn das gibt es in diesem Bereich viel zu selten. Erschienen ist "555" auf dem italienischen und in Rom ansässigen Label Firefly Companies, was mit dieser Veröffentlichung sicher einen Glücksgriff gelandet hat. Die Aufmachung des Albums sieht super aus, ist sie doch auf dickes "Glossy Paper" gedruckt. Allerdings dürfte es schon ein richtiges Booklet geben, würde sich bei dieser Platte allemal lohnen!

Anspieltips: "Solitude" und "A.K.A. Arschloch"

Rating: 8/10



Phoenix "Snow In August" CD (Firefly Companies)

Von Phoenix habe ich bis zu dieser CD noch nie etwas gehört, ist vielleicht auch kein Wunder, denn die Band kommt aus dem unfreundlichen Italien (haha!), genauer gesagt aus Rom. Was mir sofort auffällt ist die Produktion und die will mir auch nach mehrmaligem durchhören der CD nicht ganz so gefallen. Die Drums sind zu laut und zu weit in den Vordergrund gemischt, was immer irgendwie so "demomäßig" klingt. Des weiteren ist mir die Produktion eine Spur zu metallisch, was den Sound dadurch dünner erscheinen lässt. Das alles ist aber nicht wirklich schlimm, denn die CD überzeugt auch anders. Teilweise erinnern mich die Vocals an die von As I Bleed (war übrigens ein großartige Band by the way...). Das Design der CD ist ganz schön, in Gelb, Rot - und Braun Tönen gehalten, passt gut zur Musik. Auf der CD sind 5 Songs mit einer Spielzeit von über 27 Minuten, dass heißt also die einzelnen Songs sind relativ lang. Phoenix haben im Jahre 2000 unter dem Namen "My Hide" angefangen und legen mit dieser CD ihr Debut vor. Empfehlen kann ich diese CD allen Hörern von Keepsake, eben oben genannte As I Bleed oder frühen Poison The Well. Zu Beginn der Songs gibt es schnelle, metallische Parts mit viel double bass Drums, die dann in langsamere und melodischere Teile übergehen. Auch das Geschrei ändert sich und wird zu Gesang. Durchaus eine abwechslungsreiche CD mit vielen Facetten.

Anspieltip: "Seduced By A Kiss".

Rating: 8/10



Serf "Watch The World Go By" MCD (Electric Records Ltd.)

Serf machen laut Presseinfo "Blues-driven-guitar-rock", was ich jetzt auch auf Anhieb bis auf den Blues Anteil nachvollziehen kann. Die CD enthält zwei melodische Gitarrenrock Songs, die bis auf die teilweise schwachen Vocals, ganz ordentlich sind und durchaus Potential haben. Serf sind meinem Wissen nach noch eine relative neue Band und wurden erst im Frühling vom in Manchester ansässigen Label Electric gesigned. Die Produktion dürfte etwas besser und kräftiger sein, aber vielleicht ist das auch Absicht. Im zweiten Song, "Love, Sex and Money" erkenne ich auch endlich den Blues Anteil, denn im Hintergrund ist eine Mundharmonika zu hören. Mehr Infos auf: serfweb.co.uk

Rating: 7/10



Sutrobath "Aquatica" CD (self released)

Nach "Spirit of the Audio" ist "Aquatica" das zweite Album von Sutrobath um das Duo Robert Wollam (Lead and backing vocals, drums, percussion, acoustic guitar, autoharp) und Michael Soiseth (lead and backing vocals, acousticand electric guitars, bass, electric pino, synths). Sutrobath kommen aus der Gegend von Washington und machen eine Mischung aus Pop und Rock. Manche Songs erinnern mich an REM oder ältere U2. Einige der Songs featuren auch eher klassische Instrumente mit Arrangements von Instrumenten wie Geige, Horn, Klavier oder Didgeridoo im Song "Fabulous Nothing". Das Ganze ist für eine selbstveröffentlichte CD solide produziert und kann durchaus mit interessanten Melodien überzeugen. Mehr Informationen auf sutrobath.com

Anspieltips: "Bitter", "Holiday" und "Never Been Better".

Rating: 7/10



ALBUM OF THE MONTH:

The Abandoned Hearts Club CD "The Initial Confessions of:" (self released)

So mag ich das: CD mit separatem Booklet und Stickern, Button und Patch zugeschickt bekommen. Vor allem dann, wenn der Tonträger eine richtige Granate ist. Diese 4 Song CD wurde schon vor gut 1,5 Jahren von der Band selber veröffentlicht und ist deshalb nicht mehr ganz neu und schon nahezu ausverkauft, da die Band nur 500 Stück hat pressen lassen. Ich kannte schon zwei Tracks der CD, habe aber erst jetzt die CD unter die Finger bekommen. The Abandoned Hearts Club besteht aus Mitgliedern von New Day Rising und Spread The Disease Leuten. In Richtung der letzteren geht die Musik auch, denn der Sänger ist der gleiche. Lustige Namen geben sich, die aus Toronto, Canada stammenden, Jungs auch: Frankie Fuckface, Sunny Suicide, Terry Titfuck, Billy Curtis, Kenny Kutthroat und Shitty Pete.
Der Abandoned Hearts Club spielt brutalsten und zerstörerischen Metal, teilweise sehr schwer und wuchtig und mit Electronics unterlegt. Insgesamt eher heavy und etwas für Freunde von Hydra Head Bands. Billy Curtis meinte zu mir in Sachen Produktion: "Oh yeah, the production on the EP ain't so shit hot either as we basically recorded it ourselves on an 8 track in a basement, so don't expect it to sound like the newest Mastodon CD." Für das klingt sie aber verdammt gut, und dieses Debut macht wirklich alles platt. Der CD beigelegt ist auf ein schön gedrucktes Papier "The Initial Manifesto Of The The Abandoned Hearts Club". Ein Auszug gefällig: "The Abandoned Hearts Club is insecurity, it is paranoia, and it is a perverse sense of alienation that construes the meaning of even the most meaningless and unimportant aspects of life". Zum Design und der Aufmachung: alles ist in Pink gehalten, man denkt sich, dass man wohl wieder eine der tausenden "Emo la la la" Platten in der Hand hält. Doch weit gefehlt: Man hält einen Bastard aus brutalstem und innovativstem Metal, mit genialen Samples und Electronics, sowie schweren HEAVY Brocken in den Händen. Man darf sehr gespannt sein, wie wohl die neuen und "richtigen" Aufnahmen klingen, denn schon diese hier schlagen alles breit! Demnächst werden auch neue Songs auf einer Hydra Head, so wie auf einer Robotic Empire Compilation erscheinen.

Rating 10/10



The Lost Patrol "Creepy Cool" CD (self released)

Das ist mal wieder so eine CD wo es mir schwer fällt zu beschreiben was ich da höre. Nun denn ich will es trotzdem versuchen: The Lost Patrol machen melodische Akkustik Musik mit einer Frau an den Vocals. Alles klingt irgendwie nach Western Musik mit Steel Slide Gitarren, sehr sphärisch auf jeden Fall. The Lost Patrol haben sich im Jahr 2000 gegründet und bestehen aus Sängerin Danielle Kimak Stauss und Stephen Masucci und kommen aus New York.
Der Gesang von Danielle erinnert mich manchmal an Björk oder auch an Siouxsie Sioux. Wirklich eigenständig und seltsam diese CD, wäre die schöne Stimme nicht, so könnte man glatt alle Songs als Filmmusik für irgendwelche komischen, ruhigen Filme mit viel Wüste und Einsamkeit verwenden. Auch die Aufmachung der CD passt gut zur Musik, sind doch zwei Reiter mit Gitarre in spacigen
Farben zu sehen und im Hintergrund Sonne und Sterne. Ganz einfach und kurz: Dies ist Musik um in einen Sonnenuntergang zu reiten...

Rating 8/10



The Lost Patrol "Off Like A Prom Dress" CD (self released)

Dies hier ist das neue Album von The Lost Patrol, das in den Presse Informationen als folgendermassen beschrieben wird: "Off Like A Prom Dress" evokes images of smoke-filled lounges, Sergio Leone's spaghetti western film scores, and psychedelic suerf parties." Perfekte Beschreibung würde ich sagen. Im Gegensatz zur Vorgänger CD "Creepy Cool" sind diese Songs noch eingängiger als zuvor, denn die Lieder haben noch mehr Melodie im Gesang und sind teilweise noch ruhiger und wirken ausgereifter als auf "Creepy Cool". Die Slide Gitarre sorgt wieder für ein unverkennbares 60'er Jahre Western feeling, das auch über alle 13 Songs und die ganzen fast 48 Minuten lange CD bestehen bleibt. Der Gesang ist wirklich schön und sehr intensiv. Inzwischen besteht die Band auch aus 3 Mitgliedern und einem weiteren Musiker für Live Auftritte. Wirklich eine sehr spezielle und interessante Band, ich fühle mich sofort wieder an Western Landschaften, brütende Sonne oder an eine kühle sternenklare Nacht im Freien erinnert. Verdammt, wo ist mein Pferd und mein Gewehr?? Ok ich bin raus und schwing' die Hufe... Mehr Informationen auf: thelostpatrol.com

Rating 8/10



Youth Of Today "A Time We'll Remember – Spoken Word" CD (Supersoul Recordings)

Dies ist nach "Expanding Your Human Potential: Balance and Growth" die zweite Spoken Word CD von Ray Cappo. Hier geht es allerdings im Gegensatz zu oben genannter Workshop CD um Geschehnisse die er während der ersten Youth Of Today Tage erlebt hat. Natürlich kann man sich nach dem Sinn einer solchen CD fragen, ich allerdings finde Spoken Word Zeugs doch ganz nett und interessant. Die CD kostet nicht viel, und man erfährt allerhand über die erste USA und Europa Tour von Youth Of Today. Die meisten Stories, die Ray Cappo auf lustige Art und Weise einem erlesenen Publikum von Freunden erzählt, kenne ich jedoch schon aus verschiedenen Interviews und dem von Porcell vor einigen Jahren herausgebrachten War On Illusion Fanzine, in dessen 3. Ausgabe einige Youth Of Today Diaries enthalten sind. Das Booklet der CD ist voller alter Youth Of Today schwarz/ weiß Fotos von Live Shows und einem aktuellen Portrait Foto von Ray, wo er viel älter aussieht, als auf der Berlin Show vor 2 Tagen.
Wer also mehr über die Zeit von Youth Of Today erfahren will, ist mit der über 60 Minuten gehenden CD ganz gut bedient. Die erste Europa Tour im Jahre 1989 muss ja wirklich sehr erlebnisreich gewesen sein, beispielsweise mußten die Jungs einmal vor einem kompletten Nazi Publikum spielen, das großen Spass an Youth Of Today hatte. Ein anderes Mal wurde Ray ins Gesicht geschlagen und eine Dose Bier über den Kopf geschüttet...

Rating: 8/10



Reviews August/ September 2003:



Action "Can Evil Be Beautiful?" MCD (Deadbutcher Records)

Nach einem Chor Intro ist mir schnell klar, dass die tschechischen Action Metal für Liebhaber von Arkangel und Konsorten spielen, aber nicht für mich. Mir gefällt es nicht, zu durchschaubar, komische röhrende Stimme und zu oft dagewesen. Das Booklet ist im "Höllen – Style": das Cover ziert ein Bild von gezeichneten Engeln, die natürlich im Krieg sind. Erinnert sich jemand an die Cover von All Out War? Also wer Actions stumpfen Metalcore mit viel double Bass, Mosh Gitarren und schnellen Riffs mag kann hier mal reinhören. Stichwort: Tough-Guy-Mosh-Metal.

Rating: 3/10



Alamogordo "Monument Of destruction" CD (Deadbutcher Records)

Eine weitere Band aus der tschechischen Republik, auch für Liebhaber von Arkangel, Reprisal und Konsorten. Brutal, roh und moshend geht es zur Sache. Schnelle Songs und eine rohrende grunzende Stimme. Nicht meine Tasse Tee das. 6 Songs in über 30 Minuten in einem Digipack, der voll und ganz zur Musik passt ha ha. Also wer Lust auf einen stumpfen aber niedlichen Metalsturm hat, möge hier doch zugreifen...

Rating: 3/10



Anomalie "s/t" LP (self released)

Ich liebe es Vinyl zum rezensieren zu bekommen, und noch mehr wenn es 180g Vinyl ist. Schön dick gepresst und gute Qualität. Anomalie sind eine noch unbekannte 5–köpfige "emotionale Schrei - Hardcore" Gruppe aus Düsseldorf. Schrei-Hardcore mit emotionalem Gesang machen sie in der Tat und das mit deutschen Texten und Liedertiteln. Auf der LP sind 8 Tracks, die wirklich ausgereift klingen. Sollten sie auch, denn Anomalie sind schon seit 1999 dabei und haben auch schon ein Demo eingespielt. Diese selbst aufgenommene und produzierte LP wird über Scene Police vertrieben und ist bei allen grösseren Mailordern zu haben. Eingespielt wurde die Platte noch in der alten Besetzung, mittlerweile haben der Drummer und einer der Gitarristen gewechselt. Einzig die Covergestaltung will mir nicht wirklich gefallen, denn diese schöne Platte hätte mehr verdient. Irgendwie sieht mir das Cover zu trostlos aus – nicht von den Motiven, aber von den Farben. Alle Texte enthalten Anmerkungen und sind meist persönlich gehalten, aber es werden auch gleichgeschlechtliche Liebe und Beschneidung in den Liedern thematisiert. Die traurig, melancholische Musik von Anomalie hat definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient! Songs zum downloaden auf anomalieHC.de

Rating: 7/10



Bleed Into One "Words Can't Save Us Now" MCD (Dead Serious Recordings)

Die Debut MCD der aus Saabrücken stammenden Bleed Into One. Geboten werden 7 solide und wuchtige Hardcore Brocken die durch illustre Bands wie Inside Out, Cro-Mags und Death Threat beeinflusst scheint. Gut umgesetzt, sind ja aber auch Leute die schon bei diversen anderen Bands in der Vergangenheit gespielt haben. brutale Vocals und schwere Riffs lassen die Jungs auch sicher jedem Hatebreed Fan gefallen. Als Bonustrack ist noch so eine Spoken Word Sache über Straight Edge enthalten. Nice. –

Rating: 7/10



Calico System "The Dublicated Memory" CD (Eulogy Recordings)

Aus der Gegend von St. Louis stammen die seit 1998 bestehenden Calico System und machen einen schwer zu beschreibenden Hybrid aus Metal, wuchtigem Hardcore und verschmelzen das mit Emo, Punk und anderen Einflüssen. Besonders die Wechsel zwischen Geschrei und schönem, emotionalem Gesang gelingen hervorragend.
Die Musik ist rhythmisch und von komplexen Strukturen zersetzt, die aber in den wenigsten Teilen chaotisch wirken. Der Opener "Love Will Kill All" ist ein gutes Beispiel wie die Songs bei Calico System funktionieren: er beginnt emotional und melodisch und zerfällt dann in schweren Hardcore, der an Geschwindigkeit zunimmt und dann zerbricht und wieder zurück in Melodie fließt. Ein stetiges Spiel von Melodien und Rhythmen also. Das Artwork kann sich sehen lassen, ist allerdings nicht gerade herausragend. Auf dem Cover ein Engel der aus dem Himmel stürzt, unterlegt von Grün – und weißen Farbtönen. Textlich dreht es sich um persönliches, öfter über Liebe beispielsweise. Als Anspieltip empfehle ich "A Girl Named Vegas" und "It's Fair To Say". -

Rating: 8/10



Confronto "The Ressurection" CD (Circulation Records)

Confronto kommen aus Brasilien und waren dort schon auf Tour mit Heaven Shall Burn. Ich kenne nicht viele Bands aus Brasilien, aber aufgrund oben genannter Tourkombination habe ich schon geahnt, was mich bei dieser CD erwartet. Und bin richtig gelegen. Confronto spielen schnellen Metalcore und Bands wie Heaven Shall Burn, Caliban etc. können allemal als Vergleich herhalten. Vielleicht sind Confronto aber ein Tick mehr Arkangel mäßig, ist der Riffaufbau doch sehr ähnlich. vor ein paar Jahren haben mir solche CDs auch noch gefallen, aber mittlerweile ist der Markt übersäht von solchen Metalcore Acts. Das Album ist schon etwas älter und stammt aus dem Jahre 2001, Circulation haben es aber dieses Jahr in unseren Gefielden veröffentlicht, also die europäische Version sozusagen. Neben den portugiesischen Lyrics sind auch englische Versionen abgedruckt. Mit den oben genannten deutschen Metalcore Bands können Confronto mithalten, also wem so etwas gefällt, sollte mal reinhören...lohnt sich.

Rating: 6/10



Crisis Never Ends "The Human Encounter With Death And Desire" CD (Burning Season Records)

Aus dem Süden der Republik kommen Crisis Never Ends und spielen sauberen Metalcore wie er gern gespielt wird in diesen Tagen. Die Stimme reicht von "growls" bis Geschrei, die Gitarrenarbeit sorgt für moshige wie auch Heavy Metal Parts. In manchen Songs ist auch weiblicher Gesang mit eingebaut, ob das gelungen ist weiß ich nicht, gefällt aber mit Sicherheit nicht jedem. Die Lieder bewegen sich meist von der Schnelligkeit her im mittleren Bereich und sorgen so manchmal für fast "Tough-Guy" artige Parts, was die Songs gewalttätiger und roher wirken lässt. Wären die Lieder schneller, dann würde mich der Gesang direkt an den von Darkest Hour erinnern. Überhaupt wären diese bei mehr Schnelligkeit ein guter Vergleich. 9 Songs in knapp 43 Minuten. -

Rating: 6/10



Crowleys Passion "Love Kills" MCD (Burning Season Records)

Schneller Metalcore der zwischen Geschrei und Gegrunze wechselt, wieder mal nicht meine Tasse Tee. Das Cover gefällt mir auch nicht, so ein komisches "Sensemann" Motiv. Nicht schlecht eingespielt, aber wie schon gesagt nicht so mein Fall. Vergleiche mit Arkangel sind durchaus angebracht, haut in eine ähnlich Kerbe würde ich sagen.... 5 Songs in über 20 Minuten, check it out. -

Rating: 3/10



Curse of Instinct "As The Rain Falls Down..." MCD (Burning Season Records)

Aus Slovenien stammen Curse of Instinct, die sich nach einem gleichnamigen Song von der Krsnacore Legende 108 benannt haben. Wieder einmal ist Metalcore hier das Zauberwort, aber emotionaler Metalcore. Die Musik klingt verzweifelt und die Stimme wütend, und mitten in der CD gibt es dann auch noch einen halben Piano Track, der in ein Song miteingebaut ist. Auch nicht wirklich originell, denn das machen auch super viele Metalcore Bands. Jedoch klingt es gut und "lockert" die Songs etwas auf. Curse of Instinct können aber locker mit vielen Metalcore Acts aus unseren Gefilden mithalten und einigen gefällt Zeug wie dieses sicherlich ganz gut. Bin mal gespannt was von den Jungs noch so kommt. -

Rating: 6/10



Darwin "In The Eye Of The Beholder" CD (Burning Season Records)

Das minimalistisch aufgemachte Booklet gefällt mir ganz gut, liegt aber wohl im Auge des Betrachters ha ha! Lauter Bilder von Augen auf lichtgrünem Hintergrund. Die 10 Tracks sind nur mit den jeweiligen Nummern betitelt. Musikalisch bieten die Holländer mit ihrem Debut Album New School Metalmosh mit Hardcore Kante, eingängig rockend und mit Melodie. Teilweise hart und richtig brachial, mit netten Gitarrensolis unterlegt. Aufgenommen wurde diese Platte im Kuschelrock Studio zu Bremen, womit natürlich auch für die richtige Aufnahme gesorgt ist. Also zusammengefasst eine gute Scheibe!

Rating: 7/10



Embers "The Birds Fly Again..." MCD (Burning Season Records)

Das hier ist schon eine ältere Platte der aus Ungarn stammenden Embers, aus dem Jahre 2001 und Burning Season haben sie wieder veröffentlicht. Zu hören sind ohne Intro und Outro 5 Songs voller Metalmosh, double Bass und coolen Gitarren. Der Gesang geht auch okay... Die Songs sind irgendwo zwischen Dawncore, Absidia und Fear My Thoughts anzusiedeln. Also guter, brutaler Metalcore, nur nicht so schnell. Was schade ist, dass Embers nur Durchschnitt sind, denn es gibt so viele Bands die so klingen. Da ist also arbeiten und nachsitzen angesagt. Die düster-schöne Aufmachung der MCD ist auch in Ordnung, eben mit fliegenden Vögeln...

Rating: 4/10



Fallen Into Ashes "Solely Dreaming The Reconstruction Of A Forgotten Revolution" MCD (Burning Season Records)

Diese aus Ungarn stammende Band hat Potential und ihr wäre mehr Aufmerksamkeit jenseits ihrer Breitengrade zu wünschen. Abwechslungsreich, chaotisch mit vielen Breaks und einer passenden Stimme des Sängers. Emotional, metallisch mit Background Gesang der nicht nervt. Der Sänger kann auch, neben seinem Geschrei, singen und das gut. Eine schöne und cleane Produktion weist die MCD auch auf. Vergleichbar vielleicht mit Newborn, die ebenfalls aus Ungarn stammen. 5 tolle und unterschiedlich Songs die auf mehr hoffen lassen, denn bei dieser MCD hat die Band sicherlich noch nicht all ihr Talent ausgekostet.

Rating: 7/10



Fallen Into Ashes/ Ambrosia "Damned Are We.." Split CD (Deadbutcher Records)

Sehr gespannt war ich auf die neuen Songs von Fallen Into Ashes, denn nach öfterem hören ihrer Songs war ich schwer begeistert. Auch von diesen 3 Songs bin ich nicht enttäuscht. Komplexer Metal/ Hardcore, der ins chaotische geht, aber dann wieder gesungene melodische Parts hat, die aber nach wenigen Momenten sofort wieder fein säuberlich komplex zerhackt und zerstückelt werden. technisch sehr versiert und gekonnt gehen die Ungarn zu Werke. Allerdings hat mir Bandmitglied Zolee erklärt, dass diese Songs definitiv nicht die besten von ihnen seien. Dann darf ich also wieder gespannt sein auf ein Album!? Bei Ambrosia geht's derber zur Sache, abgehackter Metalcore mit einer Stimme die mich an die des Harvest Sängers erinnert. Gut gemacht, nur die Backup Vocals klingen deplaziert und zu clichéhaft. Ebenfalls 3 Songs steuern Ambrosia bei und leisten ihren Beitrag für eine interessante Split CD, die auf dem slowakischen Deadbutcher Label veröffentlicht wurde. Das Artwork der CD ist düster und auf schönes glossy Papier gedruckt. Ein Kauf der CD kann ich nur empfehlen!

Rating: 7/10



Fall Of A Season "After The Last Breath..." MCD (Burning Season Records)

Tolle 7 Track MCD mit vielen "chugga chugga riffs", vielen Breakdowns und melodischeren Parts. Die Produktion ist für ein Debüt erstaunlich gut gelungen, überhaupt ist diese MCD ein guter "Karrierestart", lässt sie doch auf mehr von Fall Of A Season hoffen. Double Bass der Drums und das Bass sorgen für die nötige Heaviness und treiben die Songs nach vorne an. Die Stimme des Sängers passt und sorrgt für die nötige Aggressivität und Bissigkeit der Songs. Intro und das Outro mit Piano und Keyboard sind auch gelungen und zeigen das Talent der Band. Ein bißchen mehr Eigenständigkeit und Experimentierfreude wäre bei einer nächsten Platte dennoch zu wünschen, denn das ist es was die Metalcore Szene braucht um interessant zu bleiben. Zuzutrauen ist es Fall Of A Season allemal.

Rating: 7/10



Finless Brown "The Browntown E.P. MCD (Headrush Entertainment Ltd.)

Ja endlich was aus dem Hip-Hop Bereich zum rezensieren! Finless Brown sind eine 6-köpfige live Hip–Hop Band aus Cleveland, OH mit Bass, Gitarren etc. Die Bandmembers kommen aus Peru, Dayton, Burton und eben Cleveland. Regional sind die Jungs wohl auch schon bekannt, verdienen sie auch, denn ihr Hip-Hop wirkt solide, smooth und abwechslungsreich. Nut teilweise stört mich die hohe Stimme von einem der Rapper. Vielleicht macht aber gerade diese Stimme das Besondere bei Finless Brown aus. Denn sie verleiht der knapp 19 minütigen EP doch mehr Eigenständigkeit und passt gut zum anderen MC, denn sonst würde evtl. Langweile aufkommen. Sogar mit 4th Disciple, einem der Produzenten die auf dem "Wu Tang Forever" Doppelalbum vom Clan oder den Sunz of Man Projekten gefeatured werden, arbeiten Finless Brown. Der beste Track ist meiner Meinung nach der Zweite. Alle 5 Tracks sind unbenannt. Mehr Infos auf finlessbrown.com


Rating: 7/10



From The Dying Sky "Twoards Last Horizon" MCD (Burning Season Records)

Ein weiteres Rerelease von Burning Season, denn diese MCD der italienischen From The Dying Sky ist vor Jahren schon einmal unter dem Titel "Truth`s Last Horizon" auf dem spanischen Label Dark Sun Records erschienen. Die Wiederveröffentlichung lohnt sich, denn die Songs sind schnell, knallen und hauen rein. Typischer, roher und brutaler Metalcore wie ihn Arkangel und auch Reprisal spielen, mit vielen Riffs und double Bass. Das Layout der MCD wirkt äsethisch und die Farben sowie das Waldmotiv stimmen. Kann was!

Rating: 6/10



Glasseater "Everything Is Beautiful When You Don't Look Down" CD (Victory Records)

Miami, Floridas Glasseater sind mit ihrem neuen Album nun also bei dem umstrittenen Label Victory Records gelandet und legen mit "Everything Is Beautiful When You Don't Look Down" ein gutes Stück melodischen Hardcores und Rock mit SoCal Punk Sound vor, dass sich in die Gehörgänge frisst. Am liebsten höre ich so eine Art von Musik zum Auto fahren, vorzugsweise in den Urlaub, schnell auf der Autobahn. Macht also Spaß das Album. Natürlich ist der Sound nichts gerade neues, aber Glasseater wissen was sie tun und setzten ihre Ideen gekonnt und frisch um, und werden sicherlich mit ihrem Pop-Punk und einer dunkleren Hardcore und Metal Note Erfolg haben. Auf der CD sind noch zusätzlich einige CD-Rom Features enthalten, darunter ihr Video zu "At Your Own Risk", welches in Amerika schon auf MTV läuft, sowie eine Studio Dokumentation, Interviews etc. Außerdem fällt mir auf, dass die Band mehr als eine gute handvoll Sponsoren hat. Also scheint ja alles gut bei ihnen zu laufen...10 Songs in exakt 34 Minuten. Anspieltips: "Greetings...Goodbye" und das Titelstück.

Rating: 8/10



Kudzu Wish "Reverse Hurricane" CD (Ernest Jenning Record Co.)

Lustiger Bandname zu dem die Aufmachung der CD super passt, denn das Design besteht aus einem Bild auf dem obskure Köpfe in Pastellfarben zu sehen sind. Erinnert mich von der Art spontan an die Shift Platten. Die CD ist auf der Ernest Jenning Record Co. erschienen, die ich bis jetzt auch nicht kannte und in Brooklyn, New York zu Hause ist. Kommen wir zur Musik von Kudzu Wish: Ich weiß nicht ob man das Indie Rock mit ein paar Hardcore Einflüssen nennen kann, aber ich versuche es damit einfach mal. Irgendwie ist die Musik und die Stimme des Sängers recht "zappelig", "quirky" steht in den Presseinfos. Manchmal wirken einige Parts in den Songs auch etwas jazzig, aber eher von der Art der Songstrukturen. Melodie und Drive hat das Album natürlich auch und klingt insgesamt relativ homogen und eigen. Ich finde die CD auf Dauer allerdings etwas langweilig... 10 Tracks in fast 39 Minuten.

Rating: 7/10



Large Number "Spray On Sound" CD (The White Label)

Large Number ist das neue Projekt von Ann Shenton, dem Gründungsmitglied von Add N To (X). Das merkt man auch, denn dieses elektronische Synth Zeug geht ganz klar in diese Richtung. Das Label auf dem dieses Album jetzt im September erscheint ist auch ganz neu dabei, und in England angesiedelt. Auf der CD sind 14 experimentelle 14 Post-Rock/ Electronica Songs, die teilweise schon recht seltsam anmuten, aber unheimlich viel Spaß machen zu hören. Samples gibt's auch viele, so wie in "Emotional Life Of Animals", wo es wildes Gebelle und Kühe zu hören gibt. Ein wenig vergleichen kann man Large Number mit Kraftwerk zu "Autobahn" Zeiten oder Neu!. Den Drummer von Add N To (X), namentlich Rob Allum, hat Ann Shenton auch gleich für dieses Album verpflichtet. Aufgenommen wurde das Album auf einer Farm am Rande eines ungenützten Militärgeländes. Irgendwie schon ein sehr eigenwilliges Album, denn die Sparte der Einflüsse reicht von elektronischem Pop zu Folk, von Country zu "Pink Jazz". Anhören lohnt sich!

Rating: 8/10



Life In Your Way "The Sun Rises And The Sun Sets... And Still Our Time Is Endless" CD (Indianola Records)

Dynamischer Hardcore mit netten Melodien und Gitarrenlines ist hier angesagt. Wem ältere Poison The Well oder Hopesfall gefallen, kann hier wohl getrost zugreifen. Die 9 Songs wissen zu Gefallen, obwohl der Sound sicher nicht der Neuste ist, aber nach einer Kopie klingen Life In Your Way nicht. Ein schickes Booklet gibt's auch dazu, von Bootcore Grafix. Dies ist auch das erste Mal, dass ich von Indianola Records höre, die durchweg ganz gute Platten herausbringen. -

Rating: 7/10



Mercury Switch "If You Love Me, You'd Take Me To The City" CD (Indianola Records)

Ich bin hin – und hergerissen bei dieser CD, die Produktion gefällt mir nicht, aber der Gesang geht in Ordnung, nur nervt diese Schrei-Stimme manchmal doch! Originell sind Mercury Switch keine Frage, rauher Metalcore gepaart mit Melodie und zwei Sängern, die sich die Schrei und Gesangsparts brav durch über lange 65 Minuten und 12 abwechslungsreiche Songs teilen. Leuten denen Every Time I Die, Unearth oder auch Blindside gefallen, werden mit Sicherheit auch Mercury Switch Gefallen finden. Das "Totenkopf-Sarg-Design" des Albums gefällt mir zwar nicht, passt aber zur Musik und ist auch wieder von Bootcore Grafix designed worden. Eine Coverversion von Smashing Pumpkins "Tonight, Tonight" ist auch noch auf der CD, lustige Wahl ja. Auschecken kann man die Band auf mercury-switch.com!


Rating: 6/10



None Dare Call It Treason "Preparing For The Quiet Wars - Demo" 3" CD-R (self released)

Aus Miami, Florida kommen None Dare Call It Treason mit ehemaligen Mitgliedern von Timescape Zero, die hier sowieso niemand kennt. Das lustige an diesem Demo ist das Format: ein 3" Rohling, wusste ich bis dato gar nicht, dass es so etwas als Rohlinge gibt.
Auf dem Demo sind 5 Songs, vier davon schwerer, wuchtigerer HC mit Death Metal, Doom und Sludge Einflüssen. Womit wie wieder mal beim Thema wären: Ich mag einfach keine Death Metal Stimmen mit Gegrunze, das hier immer mal wieder mit dem normalen Geschrei des Sängers abwechselt. Ohne diese Grunz Parts wäre das Demo viel besser, aber das ist wohl Geschmackssache. Der zweite Track ist eine andere Version eines Songs von dem "A Breakup with No Make-up quartet Demo", welches bald irgendwann erscheint. Der letzte und 5. Track ist ein Noise Remix. Infos und Songs auf feastofhateandfear.com/NDCIT

Rating: 6/10



Pole* "Untitled Symphony Of Self – Destruction" CD (Circulation Records)

Ja die deutschen Pole sind mit ihrem New School und Snapcase beeinflussten Sound zurück. Ich war allerdings noch nie ein grosser Fan von Pole*'s Musik. Ist bei diesem Album auch nicht anders geworden. Irgendwie gefällt mir die Stimme nicht, zwar schön aggressiv. Ansonsten ist das Album solide produziert und weist schon einige Durchschlagkraft auf. Nette Gitarrenarbeit gibt es auch, aber es will, auch nach mehrmaligem anhören, einfach bei mir nicht zünden. Ich weiß nicht, aber der Sound ist auch wahrlich nichts gerade neues. Aus dem Album ragen für mich folgende Songs hervor: "Hollow", der kann auch von der Stimme was...erinnert mich auch streckenweise an bessere Parts von Turmoil. Außerdem ist "Save Myself" zu nenen. Das Coverartwork trifft auch nicht meinen Geschmack obwohl ich die Idee gut finde. Schön roh und brutal, aber mir zu "künstlich" umgesetzt. Vielleicht bin ich der falsche, um Pole* zu rezensieren, deswegen macht Euch lieber selber ein Bild! 10 Songs in 38:05 Minuten.

Rating: 6/10



Sleeping By The Riverside "A Breath Between Battles" CD (Indianola Records)

Das dicke Booklet ist im Stile alter Zeitungen zu Kriegszeiten aufgemacht, mit allerlei Artikeln. Seit 1997 gibt es die Band und musikalisch bewegen sich die Jungs irgendwo zwischen Strongarm, frühe Shai Hulud und auch As Friends Rust. Kommen auch aus Florida, was man schon am Sound ahnt. Mich erinnern manche Songs auch an Bane, irgendwie ist die Stimmung manchmal ähnlich. Also es geht mit melodischem, aber wuchtigem, Hardcore durch über 27 Minuten und 9 Songs. Das Artwork zur CD hat Dave Quiggle beigetragen, der auch schon für Bands wie xDisciplex oder Figure Four gearbeitet hat. Für das Design ist Bootcore Grafix veratwortlich, die mit Bands wie Where Fear And Weapons Meet gearbeitet haben.

Rating: 7/10



Soulgate's Dawn "Promotion Recordings 2003" (self released)

Soulgate's Dawn kommen aus Jena und entstanden aus den eher unbekannten Bands Quickshot und Brainflakes, der Sänger jedoch kommt von Fall Of Serenity, die sich in Deutschland ja durchaus einen Namen erspielt haben. Normalerweise habe ich nicht mehr so viel Interesse an Metalcore, aber Soulgate's Dawn wissen zu Gefallen: Aggressiver auf den Punkt gebrachter, rockender Metalcore mit dichten Gitarrenlines und einer passenden Stimme, lassen mich diese selbstveröffentlichte MCD gerne öfter hören. Einige der Songs sind Anfangs mit netten Samples unterlegt. Der erste Song, "Observe The Sky", ist auch auf dem von Circulation Records veröffentlichten Labelsampler 2003 enthalten. Soulgate's Dawn sind nach wie vor auf der Suche nach einem Label, welches ihre Songs veröffentlicht. Leider sind im Umschlag zur MCD keine Lyrics enthalten. Diese MCD enthält 5 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von etwas über 16 Minuten, mehr Informationen zur Band gibt es auf soulgate666.com

Rating: 7/10



Streetlight Manifesto "Everything Goes Numb" CD (Victory Records)

Ska ist hier das Stichwort! Ich muss zugeben, dass ich solche Sachen nicht wirklich oft höre, aber das Streetlight Manifesto finde ich richtig geil, zumal die Herren ihre Instrumente wirklich auf einem hohen Niveau beherrschen und gute Musiker sind. Es werden vielerlei Einflüsse kombiniert, aber das Hauptaugenmerk liegt auf Ska, Punk und Raggae und alles wird zu einer eigenständigen Mischung kombiniert, die sich sehen lässt. Auch der Gesang ist super mit vielen Singalongs! Kein Wunder eigentlich, denn alle 6 Band Mitglieder kommen aus den Bands Catch 22 und One Cool Guy, die in diesem Genre schon von sich Reden gemacht haben. Das Design des Albums in Rot, Schwarz – Weiß Farbtönen gehalten, passt auch. Alles in "Filmrollen – Abspann - Style"! 55:10 Minuten Spielzeit und 12 Songs, grossartig!

Rating: 8/10



Stephanie Rearick "The Bucket Rider" CD (Uvulittle Records)

Das hier ist Stephanie Rearicks zweite Solo Platte und die zweite CD nach der Band Pascal die ich von Uvulittle Records geschickt bekommen habe. Uvulittle Records hat wohl eine Vorliebe für obskurere Sachen, denn dieses Album ist schön und seltsam zu gleich. Stephanie Rearick macht eine eher düstere Mischung aus Klaviermusik, begleitet von ihrem Gesang. Die Einflüsse reichen dabei von Pop, klassischen Elementen so wie zu jazzigeren und experimentelleren Stücken. Im Titelstück spielt sie neben dem Piano auch noch eine Trompete, was ihr musikalisches Talent nur unterstreicht, denn die Instrumente und ihren Gesang beherrscht sie, keine Frage. -

Rating: 7/10



Strength Approach "96 – 2k1 Early Years" CD (Hurry Up! Records)

Mit diesem Release höre ich das erste Mal vom italienischen Label Hurry Up! Records, das es wohl auch schon einige Zeit gibt. Solche CD's wie die mir vorliegende mag ich wirklich. Super dickes Booklet mit viele Linernotes, Erklärungen und Photos, mit allem was eben so dazugehört zu einer guten Discography CD. Roms Strength Approach gehören sicherlich zu den bekanntesten Hardcore Bands aus Italien. Diese Discography CD enthält 31 Tracks in über 51 Minuten und wird nicht langweilig. Toller knallender und melodischer Old School Hardcore wie er sein sollte und in den 80'ern gern gespielt wurde, also ziemlich "in your face". Die CD enthält auch u.a. ein Youth of Today Cover, "Honesty", mit denen sie auch zuletzt auf deren Euro Tour live gespielt haben. Im Herbst erscheint, auch über Hurry Up! Records, das neue Album, welches Don Fury gemixt hat. Also um es zusammenzufassen: diese Discography CD enthält alle von Strength Approach erschienen 7"es und Split 7"es und das ist eine Menge kann ich Euch sagen. Catchy stuff, really!

Rating: 8/10



Suction "Education As Arson Will Set Us Free" MCD (Burning Season Records)

Sympatische Songs die Suction fabrizieren auf dieser 4 Song MCD. Metallischer New School Hardcore mit leidenschaftlichen Vocals und durchweg schönen Gitarrenmelodien, der mich durch alle Tracks begeistern kann. Die Einflüsse von Suction reichen sicher über Bands wie Shai Hulud, One King Down zu den belgischen Reveal. An zuletzt genannte erinnert mich der Sound auch ab und an. Liegt wahrscheinlich an der metallischen Produktion. Besonders der dritte Song, "The Downward Spiral", ist brutal und abgehackt, aber die melodische Stimme hält alles zusammen. Wirklich dynamischer, aggressiver und doch melodischer Hardcore der seit 1996 bestehenden Band. Das schlichte Artwork ist auch gelungen, alles in allem also ein guter Griff den Burning Season Records gelandet haben!

Rating: 8/10



ALBUM OF THE MONTH:

Switchblade "s/t" CD (Trust No One Recordings)

Manchmal brauchen Lieder keine Namen, manchmal braucht das Design eines Albums nicht viel um zu beeindrucken. Manchmal brauchen Songs nicht viel Gesang um das auszudrücken, was da ans Tageslicht will. Manchmal ist weniger einfach mehr. Viel mehr. Oder manchmal ist weniger einfach alles. Mir bedeutet Musik wie die von Switchblade viel, ist sie doch ein angenehmer Begleiter und Kamerad in so mancher tiefen Nacht. Episch und einfach schön, düster und unendlich schwer zugleich. Dieses dritte unbetitelte Switchblade Album ist eine 47 minütige Reise durch ein Reich voller minimalistischer Soundlandschaften, mal völlig instrumental, dann wieder zersetzt von einer schweren, undeutlichen und spärlich eingesetzten Stimme, die eigentlich fast keine ist, sondern nur wie ein Fragment dieser Klangwelt wirkt. Alles wirkt im Vergleich zu den Vorgängeralben direkter, mehr auf den Punkt gebracht, dann und wann fließen sogar Stoner und moderne Sludge Einflüsse mit ein, die dem Album deutlich mehr Eingängigkeit verleihen. Der Aufbau eines Songs kann sich über Minuten hinziehen, mit langen Intros. Erst nach Minuten kommt zur Gitarre ein Bass dazu. Dann, nach weiteren ruhigen Minuten, brechen die Drums mit in die Melodie ein. Das ist dann der Punkt wo der Song kurze Zeit später explodiert, kollidiert und mit dieser unterschwelligen rohen Stimme zerbricht. Die Produktion ist hervorragend und perfekt abgemischt. Alles hat die nötige Wucht, Stille und Beständigkeit um über die 47 Minuten zu kommen. Die Gestaltung des Albums ist ebenso gelungen, schwarze Silhouetten eines Burgschlosses und das Gerippe eines Baumes auf orange-rötlichem Hintergrund. Auf den grau-schwarzen Innenseiten des Booklets nur die wichtigsten Informationen mit einem kryptischen Text, der die Musik von Switchblade nur noch geheimnisvoller macht. Ganz ganz gross!

Rating: 10/10



Think. Try – 3 Way Split CD (Hurry Up! Records, Freedumb Recordz Europe, Common Bond Records)


Folgende 3 Bands sind auf dieser Split CD enthalten: die italienischen 4 Dear Life Corporation, Never Was, ebenfalls aus Italia und Against aus Brisbane, Australien. 4 Dear Life Corporation spielen in ihren 3 Songs einen toughen Bastard aus Metal und Hardcore, nur leider finde ich den Gesang zu "prollig" und tough. Die Musik ist okay, aber nichts wirklich neues. Never Was sind ähnlich, nur  etwas schneller. Der weibliche Gesang ist allerdings auf italienisch, aber das merkt man bei dem Gekeife kaum. Eine englische Übersetzung der Lyrics ist abgedruckt. Wäre in der Presse Info nicht der Hinweis, dass es sich um eine Sängerin handelt – mir wäre es nicht aufgefallen. Never Was sind auch etwas chaotischer, so in Richtung Walls of Jericho. Against spielen da schon eher Old School Hardcore mit einer metallischen "Kante", aber der Gesang ist mir auch hier eher unsympatisch. Klingt wie eine schlechte Version des Pittbull Sängers. Als musikalischen Vergleich nennt die Presse Info Shutdown und Raised Fist. Die CD wird in Australien über Common Bond Records vertrieben, die anderen beiden Labels sorgen in Europa für den Verkauf und Vertrieb. Die Aufmachung und das Artwork ist durchschnittlich, nichts besonderes meiner Meinung. Lyrics und die nötigen Informationen sind abgedruckt. 9 Songs in etwas über 27 Minuten Spielzeit. -

Rating: 5/10



True Illusion/ Morda "Split" CD (Burning Season Records)

Ok diesmal mache ich's kürzer als sonst, denn hier gefällt mir nicht so viel. True Illusion aus Österreich spielen langweiligen metallischem Hardcore, mit teilweise Grunzstimme. 3 Songs geht das so... der zweite Song ist ganz ganz schlecht, wirklich nicht meine Tasse Tee. Sorry Jungs.
Die belgischen Morda sind etwas besser, aber auch noch meilenweit davon entfernt mir zu Gefallen, nettes Intro aber zu Beginn ihres ersten Songs. Die Stimme ist kreischig und treibt die Songs wenigstens nach vorne. Ihre Songs sind abwechslungsreicher mit melodischen Parts etc. Das Artwork der Split CD gefällt mir auch nicht. Ein braunes Booklet ich weiß nicht... Wie gesagt insgesamt nicht meine Tasse Tee, aber wer's mag...

Rating: 3/10



Winter In June/ Steel Rules Die "Split" MCD (Engineer Records)

Beide Bands kommen aus England und gleich einmal vorweg: ich mag Winter In June. Vielleicht nicht der beste Name, aber super Musik und tolle Stimme. Treibend, rockend, mitreisend und schön! Alle drei Songs strahlen etwas ganz bestimmtes aus, schwer Worte dafür zu finden, vielleicht trifft die Bezeichnung leidenschaftlich ganz gut. Wirklich super wuchtig produziert und originell, mit Punk Rock Einflüssen. Man darf auf weitere Veröffentlichungen gespannt sein.
Steel Rules Die gefallen mir auch ganz gut, aber lang nicht so gut wie Winter In June. Musikalisch vergleichbar mit Lifetime, Kid Dynamite, Reach The Sky oder auch Jawbreaker. Also sehr melodisch, dynamisch und ebenso treibend nach vorne. Die Aufmachung der Split CD überzeugt auch halbwegs, zumindest im Booklet schön gestaltet. Insgesamt eine gute Platte, wo sich der Kauf lohnt.

Rating: 7/10



Reviews October 2003:



Bridge To Solace "Of Bitterness And Hope" CD (Let It Burn Records)

Dieses Album der aus Budapest stammenden Band wird in Europa gut ankommen, da bin ich mir sicher. Ist auch eine gelungene Platte, die die ex-Newborn Leute da vorlegen. Wem Newborn gefallen hat, wird auch hierzu nicht "Nein" sagen. Zwischen einigen Songs gibt es auch Spoken word Parts, die Trial Sänger Greg Bennick beigesteuert hat. Die Lyrics sind meist zynisch und politisch und bieten persönliche Blicke des Sängers auf die Welt. Musikalisch geht's meist zügig zu, flotter Hardcore mit Metal Einflüssen, Solis und schön melodisch das Ganze. Nice...

Rating: 7/10



Burden "With Every Step Forward" MCD (Dead Serious Recordings)

Coole EP der aus Canada kommenden Burden, die powervollen Hardcore, teils schwer und wuchtig, teils straight nach vorne gehend spielen. Burden sind natürlich "Straight Edge", was einem auch direkt mit der Aufmachung der MCD unter die Nase gerieben wird und durch die Lyrics begleitet. Die Jungs prügeln ihre 4 energiereichen Songs in einer knappen Viertelstunde herunter. Auf Vinly gefällt mir so was beteutend besser, gibt es auch, und zwar auf 1000 Stück limitiert. Fein!

Anspieltip: "With Every Step Forward"

Rating: 6/10



Crestfallen "s/t" CD (Robotic Empire)

Robotic Empire veröffentlichen wirklich überdurchschnittlich viele Platten mit gelungenem Artwork. So auch hier: die CD ist ein "Papp-Digipack" gefasst und auf dem Cover, sowie innen zum auffalten, ist auf schwarzem Hintergrund eine Art "Schmetterlingsengel" oder Fee abgebildet. Sehr schön und ästhetisch etc. Die Musik von Crestfallen ist metallischer Hardcore mit Punk und Grind Einflüssen. Manchmal auch durchaus melodisch und die kreischige Stimme des Sängers passt auch zur Musik. Als Bonus gibt es noch zwei Coverversionen, unter anderem von Minor Threat der Song "Minor Threat". Gelungen!

Rating: 7/10



ALBUM OF THE MONTH:

Foe "Arm Yourself With Clairvoyance" CD (House of Stairs)

Foe kannte ich bis jetzt nicht, ist vielleicht auch nicht sehr verwunderlich, kenne ich doch nicht wirklich viele Band aus England. Foe kommen aus London und spielen eine schwere Mathrock Mischung, die unheimlich kraftvoll, direkt und komplex wirkt. Alle drei Bandmitglieder haben schon vor Foe zusammen in einer Band namens Geiger Counter musiziert, und auch "Mathrock" gespielt, nur lange nicht so wuchtig und hart. Geiger Counter haben unter anderem auch mit Tortoise und June of '44 live gespielt. Ihre EP wurde von Shellacs Bob Weston produziert. Alle 7 Songs sind reine Instrumentals, was aber super passt, denn Vocals vermisse ich wirklich nicht. Als Vergleich fallen mir nur Pelican ein, die ähnlich instrumental zu Werke gehen. Foe merkt man an, dass sie Spielfreude haben und auch nicht aus irgendeinem Hardcore Umfeld kommen. Alle Songs wirken schön auf den Punkt gebracht, dynamisch, verspielt und "frisch". Das einfache Artwork von "Arm Yourself With Clairvoyance", in Silber – und Blautönen gehalten, passt auch hervorragend zu den Instrumentals. Im November erscheint dann ein weiterer langer Track auf einer Split CD mit zwei weiteren Bands. Im Februar des nächsten Jahres wird dann eine neue EP mit dem netten Titel "When You Carry A Hammer Everything Looks Like A Nail" erscheinen. Außerdem arbeiten Foe schon an ihrem neuen Album, das aus einem einzigen 30 minütigen Song besteht. Eine wirklich hoffnungsvolle Band in diesem Genre!

Rating: 10/10



Horse The Band "R. Borlax" CD (Pluto Records)

Ich weiß nicht was ich von Alben wie diesen halten soll, klar schon irgendwie innovativ, aber vom Hocker haut's mich beim hören der CD nicht. Liegt vielleicht auch an der Stimme des Sängers, die zu diesem Synthie HC nicht so ganz passen will. Die Band nennt ihre Mischung aus Hardcore und Metal unterlegt mit Keyboards "Nintendocore". Leuten denen Reggie And The Full Effect, The Locust oder die Blood Brothers gefallen, werden diese Platte sicher interessant finden.

Anspieltip: "Cutsman", dieser Track war u.a. bei Mp3.com wohl auch sehr erfolgreich.

Rating: 6/10



Pitch Black Dream "Never Going Home" CD (Gild The Lily Music)

Pitch Black Dream ist ein zweiköpfiges Ambient – Electronica – Pop Projekt aus New York
um Sängerin Bernadette McCallion, die letztes Jahr ihre Solo CD "Cry Wolf" veröffentlicht hat. Ihr Gesang ist schön, passt zu den Songs, aber insgesamt ist mir die CD zu seicht. Zum nebenher hören ist Pitch Black Dream super geeignet, da die Songs alle sehr mellow und entspannt – ruhig klingen. Mir persönlich ist das Album etwas zu poppig. Auf der CD sind 10 Songs in über 50 Minuten. Mehr Informationen und Hörproben auf pithblackdream.com

Rating: 7/10



Robotic Empire "Sampler 2" CD (Robotic Empire)

Ein guter Überblick über das Schaffen von Robotic Empire wird auf diesem Sampler geboten. Herausragend sind meiner Meinung nach die Daughters, von denen 2 neue Songs von ihrem aktuellen Album auf dem Sampler zu finden sind. Außerdem gibt es Songs von: Crestfalen, Cicle Takes The Square, Stop It!, Mannequin, Transistor Transistor, The Red Chord, Pig Destroyer, The Now, Tyranny Of Shaw, Ed Gein und Rich Johnson.


Rating: 7/10



Second Chance "Tides May Turn CD (Gangstyle Records)

Melodischer Hardcore/ Punk aus den Niederlanden der sich in der Bedeutungslosigkeit verliert. 14 schnelle und rockende Old School Hardcore beeinflusste Songs in über 28 Minuten, mit Singalongs etc. Ich brauche so etwas nicht, aber wem's gefällt. Die Texte sind auch nicht die hellsten, "Straight Edge Is A Waste", schon klar ja. "Tides May Turn" ist das zweite Album der seit 1996 bestehenden Band. Musikalische Vorbilder der Band sind sicherlich auch die Cro-Mags, Agnostic Front oder Warzone. Nur bei Warzone beispielsweise klang das meistens gut. Hier leider nicht, denn spätestens nach dem dritten Song kommt pure Langeweile auf.

Rating: 3/10



Solid "Total Rush" CD (Released Power Productions)

Hier halte ich eine absolut lieblos aufgemachte Promo CD im Pappschuber in den Händen. Vorne auf dem braunen Cover eine hässliche Teufelsgestalt zu sehen. So viel zum Artwork. Auf der CD sind 10 langsame, zähe Metalcore Brocken, beeinflusst auch sicher von Bands wie Biohazard, Fury of Five und Konsorten. In knapp 30 Minuten, mit meist deplaziert klingenden Gitarren Solis im Hintergrund, zu hören. Will mir nicht gefallen, obwohl die Stimme des Shouters nicht die schlechteste ist. Solid sind schon wirklich lange dabei, denn 1994 gründete sich die Band aus Leuten von Spirit of Youth. Also musikalisch definitiv nicht mein Fall, absoluter Einheitsbrei. -

Rating: 2/10



Stop It! "Self Made Maps " CD (Robotic Empire)

Der Songaufbau, die abgehakten Rhythmen und auch teilweise die Stimme des einen Sängers erinnern mich teilweise an Fugazi. Eine experimentle Post-Hardcore Mischung mit etwas Stoner Einflüssen und schönen Melodien macht diese aus Richmond, VA stammende Band. Viele instrumentale Stellen und eine Vocals die an Hot Water Music erinnern machen dieses Album wirklich interessant, zumal das Artwork auch sehr gelungen ist. Verpackt ist die CD in einer art "Papp-Digipack" und hat eine Aufmachung die auch wieder an Fugazi erinnern lässt. Die Produktion lässt auch keine Wünsche übrig, denn alle Instrument sowie die Vocals sind fein aufeinander abgestimmt und gemixt. Also rundum eine tolle Platte, die gerade jetzt im Herbst Spass macht zu hören. -

Rating: 7/10



Uniqua "Don't Expect More" CD (Static-Void Records)

Hier nun also das ganze Album von Junika DiCara, der Frau von Inside Out und 108 Mastermind Vic DiCara. Veröffentlicht wurde die CD auch von Vic auf seinem neu gegründeten Label Static-Void Records. Auf der CD sind alle Songs des limitierten Demos sowie neue Songs, insgesamt 10 Tracks mit einer Spielzeit von etwas über einer halben Stunde. Direkt bei "Valeria" fällt mir ein Riff auf, das Vic hier noch einmal verbraten hat, denn es ist im Song "Hostage:I" auf 108's "Songs of Separation" auch schon zu hören. Gefiel ihm wohl besonders gut. Die Musik ist eigenständig und macht dem Namen alle Ehre, manchmal erinnert mich Junikas Stimme etwas an die von Sinead O'Connor, was ja ein durchaus angenehmer Vergleich ist. Weitere musikalische Einflüsse sind die Bad Braisn, Radiohead und Siouxsie Sioux. Die einzigen Mankos der CD sind die zu metallische Produktion, die den Songs zu viel Härte verleiht, sowie in manchen Songs die Drum Computer, die durch echte Drums ersetzt, mehr Lebendigkeit und Bewegung in die Songs bringen würden. Die CD ist über uniquamusic.com erhältlich!

Anspieltips: "Valeria", "Look At Us Now", "Don't Expect More".

Rating: 8/10



With All Sincerity "The Age Where Nothing Fits" CD (Pluto Records)

San Antonio, Texas ist der Ort and dem Musik wie diese fabriziert wirdd: melodischer New School Hardcore mit vielen Metal Riffs, schweren Breaksowns und Old school Death Metal Einflüssen. Aufgenommen und produziert wurden diese 10 Songs von Jared Logan, dem Drummer der nicht ganz unbekannten 7 Angels 7 Plagues. Die Aufmachung des Albums ist einem Filmplakat nachempfunden und sieht gelungen aus. Nicht schlecht das Album, aber leider auch nichts was sich vom Durchschnitt abhebt. Wer Unearth, As I Lay Dying oder lamb Of God mag, kann hier mal reinhören. -

Anspieltip: "When Good Movies End Bad"

Rating: 6/10



Zero Mentality "Demo 2003" CD-R (self released)

Zero Mentality kommen aus dem Ruhrpott und spielen wuchtigen NY Hardcore, der durch Bands wie Madball, Merauder oder auch Life of Agony beeinflusst ist. Die CD-R enthält 3 Songs in denen es sich textlich um die "Gemeinheiten" des Lebens dreht: Verzweiflung, Wut, Frustration... die gesamte Palette. Ach ja die Band besteht aus Leuten von Black Friday 29, Death or Glory und Drift. Mehr Infos und bestimmt auch Hörproben auf zeromentality.com

Rating: 4/10




Reviews November 2003 (no album of the month):



American Heritage/ Foe/ Art Of Burning Water "The Combined Stupidity Of Spiteful Men" Split CD (House of Stairs)

Hier haben wir eine drei Band Split CD mit grossartigen Bands auf einem Label das ich schätze. Die erste Band ist American Heritage die mit ihrem schweren und knöchern klingenden Sound zu überzeugen weiß. American Heritage ackern sich durch drei komplexe und tonnenschwere groovige Tracks, die roh gewaltig und brutal wirken.
Die zweite Band auf der CD sind Foe, die im letzten Monat mit ihrem tollen Longplayer Album des Monats auf unserer Site waren. Foe hauen hier dem Hörer einen über 10 minütigen schweren Mathrock Brocken vor die Füsse, daß es sich gewaschen hat. Wie gehabt ohne Sänger, aber denn vermisst man sowieso nicht.
Die letzte Band auf der CD sind, die mir bis dato unbekannten, The Art Of Burning Water aus London, UK. The Art of Burning Water sind unter anderem beeinflußt durch "Iraqi and Irish folk music". Hört man aber erstmal nicht, denn musikalisch geht es in progressive, schwere Rock Gefilde. Alle 4 Songs sind komplex und vom Tempo etwas schneller gespielt als die anderen Bands auf der CD. Bei dieser interessanten Platte lohnt sich der Kauf allemal. -

Rating: 7/ 10



A Week In July "Near Fatal Explosion" CD (Orange Peal Records)

A Week In July sind eine typische Band für Orange Peal Records, denn die vier Jungs aus Pittsburgh, Pennsylavania haben viel Melodie im Gepäck. Sie spielen aggressiven "Power Pop" mit Hardcore und Indie Rock Einflüssen. Das Booklet hätte viel mehr Liebe für's Detail verdient, denn ich finde es sterbenslangweilig und triste. Es hat auch ausser einem durchschnittlichen Design und den nötigen Informationen nichts zu bieten. Also zusammengefasst: die Musik ist wahrlich besser, und für Fans dieses Genres sicherlich interessant, aber bleiben wir schön ehrlich: es gibt nicht wirklich neues zu hören. Ach ja, 9 Songs in fast 35 Minuten. -

Rating: 5/ 10



Blue Monday "What's Done Is Done" CD (Stab & Kill Records)

Vancouver B.C.'s (Canada) Blue Monday spielen zwar nichts neues, dafür aber um so wuchtigeren und soliden Hardcore mit deutlichen Negative Approach und DYS Einflüssen. Schön geradlinig, schwer und knallend. So muss "schöner" Hardcore sein! Die harmonische Stimme des Sängers hat bestimmt auch einen großen Anteil daran, daß alles so kompakt und auf den Punkt klingt. Erschienen ist dieses Debut Album auf dem noch relativ neuen (zumindest kannte ich das Label noch nicht) Bostoner Label Stab & Kill Records erschienen. Auf dieser CD ist neben 7 neuen Songs noch ihre erste 7" mit dem Titel "War Wounds" enthalten. Obwohl ich, wie ja allgemein bekannt, nicht mehr auf Hardcore abfahre, gefällt mir dieses Album ausgesprochen gut. –

Anspieltip: "The Rain"

Rating: 7/ 10



Curl Up And Die "But The Past Ain't Through With Us" MCD (Revelation Records)

Diese MCD ist das Gegenstück zur "We May Be Through With The Past" EP die dieses Jahr irgendwann über Status Records erschienen ist. Produziert hat diese 4 Tracks Kurt Ballou (Converge) in den Godcity Studios. beim ersten hören hat mir die Stimme des Sängers überhaupt nicht gefallen, doch mittlerweile gefallen mir die Songs gut, auch die Stimme macht Sinn zur Musik. Zäher schwerer und metallischer (mir ist die Produktion ein Tick zu metallisch) Hardcore ist hier angesagt, manchmal erinnern mich Curl Up And Die streckenweise ein wenig an hmmmm... ja was nun, Band fällt mir nicht ein, aber es war etwas schweres. Als Einflüsse werden im Pressezettel Isis, Mogwai und Neurosis gennant. Kann ich jetzt nicht so nachvollziehen aber gut, von der Wucht der Songs vielleicht wie Isis zu ihren Anfangstagen. Interessant ist noch das letzte Stück auf der CD, ein 12 minütiger, meist instrumentaler, Opus, der anfangs ruhig ist und irgendwann explodiert. Insgesamt eine eigenständige Platte. -


Rating: 7/ 10



Dexter Danger "Written In Blood" MCD (Orange Peal Records)

Ich weiß nicht, ob mir die Stimme des Sängers nun gefallen soll oder nicht. Vielleicht klingt der Gesang ein wenig zu gepresst. 5 Songs in knapp 20 Minuten, präsentiert von 4 Herrschaften aus San Francisco die eine wuchtige Mischung aus Punk, Emo und Rock spielen und ein nettes Süppchen daraus zaubern. Einflüsse sind sicherlich Green Day, AFI, Jimmy Eat World, Rancid etc. Wem also eben genannte Bands gefallen, kann hier auch nicht viel falsch machen... ach ja das Artwork ist zwar, wie bei Orange Peal Releases üblich, etwas dürftig ausgefallen, sieht aber dafür cool aus, so mit "crime scene" und Polizeiwagen!

Rating: 5/ 10



Elektrolochmann "Whatever The Occasion" (Trans Solar Records)

Sanfter Nosie Pop einer ehemaligen All Girls Band der zu gefallen weiß. Schöne dynamische und emotionale Momente die sich durch 5 Songs und knapp 19 Minuten ziehen. Dies ist mittlerweile schon die fünfte Veröffentlichung der seit 1998 bestehenden Stuttgarter Band. Ich finde die Songs strahlen eine Ruhe und Gelassenheit aus, die nur gut tun kann, in diesen Tagen. Vielleicht beschreibt "sanfte Aggressivität" das was ich dazu sagen will... alle Songs haben ihren ganz eigenen Drive, doch liegt über allen der gleiche Sanftmut und die gleiche Stimmung. Auf "Perfect" wird's auch mal "schrammelig" und etwas noisig schräger. Meine Favoriten sind der Opener "Both Of Us" und "Remake My Day". Auch das Coverartwork ist gelungen, es wirkt schlicht und zurückhaltend. Man will sich nicht aufdrängen, so scheint es. Tolle Platte und weiter so!

Rating: 7/ 10



Far From Breaking "The Identity" CD (Youngblood Records)

Frischer und positiver Old School Straight Edge Hardcore aus Texas wird auf dieser 12 Track CD präsentiert. Mit etwas über 23 Minuten ist dann auch dementsprechend die Spielzeit etwas kurz. Manche Gittarenlines erinnern mich spontan sogar an Youth Of Today oder Chain Of Strength. Wirklich ganz nett. Auf der CD sind neben einem Bonustrack die zwei 7"es "Made My Choice" und "The Identity" enthalten. Das Booklet sieht ganz cool aus, typische live Aufnahmen in blau auf weissem Hintergrund. Also wer auf Mucke wie diese immer noch steht, zugreifen!

Rating: 7/ 10



Majhas "Stepping Into Character" CD (Hawthorne Street Records)

Majhas spielen seit ihrer Gründung im Jahre 1999 zerfahrenen, progressiven Hardcore, der teilweise schon ins Schwere zielt, sollte deswegen auch jedem Kiss It Goodbye Fan gefallen. Natürlich kommen Majhas nicht an letztgenannte heran, aber sie können unbesorgt in einer Liga mit Playing Enemy spielen. Die Stimme des Sängers klingt roh, rauh und wuchtig. Die Gitarren sind da schon versöhnlicher und rhythmischer. Aber dennoch fehlt es nicht an der nötigen Heaviness und Zerfahrenheit der Songstrukturen. Zerfahrenheit kann in diesem Zusammenhang überhaupt gross geschrieben werden. Die Mitglieder von Majhas haben sich zuvor bei Bands wie Ice Nine, Endive und Curb getummelt und die nötigen Erfahrungen gesammelt. Fast eine ganze Stunde ist dieses 11 Song Album lang und für jeden Unsane und Dazzling Killmen Liebhaber zum reinhören geeignet. Das Artwork und Design der CD hat Style, schöne Farben, Knochen und Röntgenbilder zu bieten. -

Rating: 8/ 10



RentoKiller "Antidote" CD-R (self released)

Ja diese Schweden hier sind scheiße aggressiv! Richtig cool dieses Inferno, mann was wird da abgefackelt, 7 Songs in etwas über 12 Minuten. Die Stimme des Sängers ist super aggro und die Musik voll auf die Zwölf! Eigentlich steht einer großen Zukunft von Rentokiller nichts mehr im Weg. Das kurze Instrumental "Goodmorning Human" zeigt auch das Potential der Jungs. Ihre Einflüsse reichen, laut Band, von Charlie Parker bis Napalm Death. Nothpost Records aus Dänematk wird im Januar kommenden Jahres das Debut Album von Rentokiller veröffentlichen. Also unbedingt auschecken, denn hier geht es sicherlich um eine der interessantesten Hardcore Acts zur Zeit! Mehr Infos und Songs auf: rentokiller.com

Rating: 8/ 10



Slapshot "Digital Warfare" CD (I Scream Records)

Ok zugegeben ich möchte Slapshot nie, wirklich nie. Ihr Musik empfand ich immer als eher langweilig und den Großteil der Lyrics als dumm und nicht sehr hell. Na ja hier also wieder einmal ein neues Slapshot Album mit 13 Old School Hardcore Tracks in einer knappen halben Stunde. Fangen wir mit dem Artwork der CD an. Gut typisch Hardcore werden einige sagen, aber eigentlich cool, mit so einem ausgeschnittenen Totenkopf auf der Booklet Oberseite. Hat was Seeräubermäßiges...
Waren Slapshot eigentlich eine Straight Edge Band? Zu meiner Verwunderung ist nämlich eine schlechte Coverversion von Minor Threats Hit "Straight Edge" auf der CD. Also, insgesamt sicher keine schlechte Platte, aber brauchen wir das heutzutage nochmal!? Gut, kann ja jeder für sich selber entscheiden...

Rating: 6/ 10



The Berlin Project "The Things We Say" CD (Orange Peal Records)

Diese fünf jungen Herren kommen ebenfalls wie A Week In July aus Pittsburgh, Pennsylavania und ihre Mucke geht auch in die hleiche Richtung. Das erste was mir auffällt ist der Name ha ha! So so Berlin Project... na ja und das zweite, für mich auffällige, ist die zu dünne (und zu metallisch klingende) Produktion dieses Albums. Die Songs an sich sind schön und melodiös, besonders die Hintergrundstimmen klingen gut. Also schöner Emo Pop/ Punk wird hier in 11 Songs und etwas über 37 Minuten geboten!

Anspieltip: "Walking Papers"

Rating: 6/ 10



V/A Orange County New York Vs. Orange County California 2xCD (Orange Peal Records)

Wie dem Namen der Compilation schon zu entnehmen, werden hier die Bands in die Kategorien New York und California mit jeweils 15 Bands und 15 Songs auf zwei CDs eingeteilt. Ganz gute Auswahl, enthalten sind unter anderem folgende Bands: Autopilot Off, Anadivine, Stereothreat, You And What Ary, Slugworth, Next 2 Nothing, Shai Hulud, Face The Fact, Madcap, Avenged Sevenfold, El Nada, Eighteen Visions, Straight Faced...

Rating: 6/ 10



V/A Light Years Ahead – The Best Of www.solariserecords.com Vol. 1 CD (Solarise Records)

Nette Compilation von diesem in London, UK ansässigen Label, vielleicht etwas nichtssagend die CD aber na ja... geboten wird alles von Pop, Acoustic, Rock, Indie, Folk, Dance, Trip Hop etc. Folgende Bands und Künstler sind auf der CD vertreten: Baggy, Urusen, Mundijong/H Williams, Sutrobath, Austin Star, The Mist Beets, Curfew, Carson, La Victimma, Luca Del Bianco, Jamie Knight und Medicine Sunday.

Rating: 6/ 10



Worn Thin "Remnants Of What Could Have Been" CD (Youngblood Records)

Dies ist die CD Version der gleichnamigen 7", die ebenfalls vor kurzem erschienen ist. Zusätzlich ist aber noch allerhand auf der CD enthalten: eine 7" die 2001 auf Malfunction Records erschienen ist, zwei Bonustracks, sowie ein Video zu "Here's The Door". Produziert hat dieses melodische Old School Hardcore Outfit aus Washington, DC Ken "Langfinger" Olden. Musikalisch haut das Ganze auch in eine ähnliche Kerbe wie Ken Oldens aktuelle Bands, wie zum Beispiel Face The Enemy. Ich persönlich finde die CD langweilig, nicht sonderlich abwechslungsreich und zu "fade" produziert. Die Aufmachung gefällt mir auch nicht, also tendenziell nicht so mein Fall...

Anspieltip: "Moving On"

Rating: 5/ 10




Reviews December 2003:


A Jealousy Issue "If The Flames Don't Kill Us... We Will" CD (Indianola Records)

Exakt 30 Minuten dauert dieses, teils melodische, Metalcore Inferno, welches da aus South Florida zu uns herüberweht, den ursprünglichen Poison The Well Sänger und Mitglieder von Keepsake featured. Wer also die ganzen Florida Metal Bands mag, kann hier getrost zugreifen, denn hier wird das geboten was man erwartet. Nur noch eine Spur brutaler als bei besagten Bands geht es hier zur Sache. Obwohl mich diese ganzen Metlacore Acts mittlerweile mehr langweilen als gefallen, bin ich positiv überrascht, denn angefangen vom Layout, für das wieder einmal Bootcore Grafix verantwortlich sind, bis zu den schwer moshenden Songs gefällt mir dieses Album überaus. Im Studio 13 wurde das Album von Jeremy Staska aufgenommen und produziert. Ihn kennt man ja schon von seinen Arbeiten mit Poison The Well oder Until The End. Die CD enthält 5 neue Songs, sowie die Songs der Debut MCD "Someboday Shoot Me, I Think I'm In Love", die noch mal remixed wurde. Außerdem gibt es noch eine Coverversion von Wake Up Dead's "Psychology Of Optional Experience" zu hören. Lohnt sich!

Rating: 8/10



Angstzustand "Malen Nach Zahlen" CD (Shove Records)

Die Norddeutschen Angstzustand spielen metallischen Hardcore im mittleren Tempo mit Screamo Einflüssen und diversen Noiseausbrüchen. Die Produktion ist mir persönlich ein wenig zu metallisch und dünn, könnte wuchtiger und "dichter" produziert sein. Erschienen ist die CD auf dem italienischen Label Shove Records, nicht ganz so üblich, denn die Texte von Angstzustand sind Deutsch. Für ein Album ist diese CD vielleicht etwas kurz, mit 6 Liedern(+ ein Intro) in fast 24 Minuten. Darüber kann man hinwegsehen, denn was musikalisch geboten wird macht Spaß. Textlich kann ich mich teilweise nicht immer mit Angstzustand anfreunden, wie zum Beispiel mit dem Stück "Deutschgeist". Bemerkenswert ist allerdings, dass sich die Jungs Gedanken machen und unter jeden Liedtext eine Erklärung abgedruckt haben. Das Design der CD ist schlicht gehalten und wirkt ein bißchen wie ein Buch. Die Aufmachung des Booklets ist somit auf die Texte fixiert, die wohl einen wichtigen Teil der Band ausmachen. -

Rating: 7/10



Baal "The Babel Concept" MCD (self released)

Baal kommen aus Erfurt und stellen sich mit ihrem solide produzierten Demo "The Babel Concept" eindrucksvoll vor. Für all jene, die literarisch nicht so belesen sind: Benannt haben sich die 5 Jungs nach Berthold Brechts erstem Stück "Baal". Auf der MCD sind für schwere, rauhe Metalcore Brocken die es in sich haben. Vom Sound würden Baal sicher gut auf Roadrunner Records passen, denn Sepultura Einflüsse zu "Arise" oder "Chaos A.D. Zeiten, sind in den 5 Songs durchaus vorhanden. Die Band beschreibt es so: "Imagine Sepultura fucking with In Flames." Yep, das haut hin. Die Texte sind aufmerksam und politisch, u.a. wird unsere Medienwelt in Frage gestellt und kritisiert. Das Artwork der MCD ist eher unüblich für eine Metalcore Band, überzeugt aber vollkommen. Mitte des nächsten Jahres werden Baal über Circulation Records ihr erstes Album veröffentlichen. Mehr Informationen auf: heavy-as-fuck.com

Rating: 7.5/10



Give Up The Ghost "We're Down Til We're Underground" CD (Burning Heart Records)

Guter, durchschnittlicher (Old School) Hardcore, melancholisch, melodiös und teilweise etwas langsamer als die vorherigen Platten, dynamisch und druckvoll, jedoch ohne Highlights. Meiner Meinung sind Give Up The Ghost in unseren Breitengraden überbewertet, denn "We're Down Til We're Underground" ist zwar gut, aber mehr auch nicht. Insgesamt beinhaltet das Album 11 Songs, sowie ein Intro und Outro und alles in etwas über 31 Minuten. Zum nebenher hören eignen sich Give Up The Ghost perfekt, da die Musik so eingängig - unspektakulär ist. Für das Artwork ist J. Bannon (Converge) verantwortlich, der mit dieser Arbeit mal etwas völlig anderes als sonst versucht hat. Insgesamt ist das Artwork, vom Cover mal abgesehen, ein wenig langweilig, da es nichts wirklich neues bietet, aber das Booklet ist schön dick, mit vielen Seiten etc. Eine gute, aber schlichte Platte. –

Rating: 7/10



ALBUM OF THE MONTH:

Junta "s/t" CD (self released)

Das Album des Monats kommt diesmal von Junta, einer schon seit fast 7 Jahren bestehenden Band aus der Gegend von New Jersey. Die beiden Gitarristen und Gründungsmitglieder der Band kennen sich schon seit Sandkasten Zeiten. Junta sind also schon länger dabei, und beherrschen was sie machen so gut, dass ich nicht verstehen kann, wieso die Band kein Label findet, welches ihre grossartigen Songs veröffentlicht. Ihre Musik bewegt sich sehr eigenständig und talentiert im Viereck zwischen Converge zu "Petitioning The Empty Sky" Zeiten (die Produktion klingt irgendwie ähnlich), Carcass, Catharsis und von der Wucht manchmal wie Dillinger Escape Plan. Die Songs sind sehr facettenreich und bewegen sich zwischen melodischem Metalcore mit viel double Bass, krankem Speed, Noisecore und Black Metal. Der Gesang wechselt sich zwischen heiserem Geschrei und Gesang.
"Parasitic Suicide" beispielsweise hat wahnsinnige Gitarrenlines, Rhythmen, Melodien und Solis... ich kann nur noch mal sagen, dass ich es nicht glauben kann, das Junta kein Label finden. Das einzige Manko ist dann und wann die Produktion, da sie insgesamt etwas zu "dünn" ist und wuchtiger produziert sein dürfte. Sogar ein akustisches Klavier/ Gitarre Instrumental ist mit "Meridian", welches vom Rhythmus sehr spanisch klingt, auf der CD enthalten. Das und das instrumentale Schlußstück stellen einmal mehr die Kreativität und den Ideenreichtum von Junta unter Beweis. Das Artwork der CD ist ästhetisch ansprechend düster, und auf der Innenseite des schmalen Booklets sind alle Lyrics abgedruckt. Diese handeln von persönlichem wie auch gesellschaftlichen Themen. Die Jungs sind talentierte Musiker ohne Frage, und dieser über 40 minütige Opus steht eindrucksvoll alleine für sich. Ich habe ein paar Exemplare der CD hier, wer eine haben will - melden!

Rating: 9/10



Nine "Killing Angels" CD (Burning Heart Records)

Nine sind eine dieser Bands die sich mit jedem Album weiter entwickeln und verbessern, darauf ist fast schon fast Verlass. Mit "Killing Angels" legen Nine einen dicken und zähen Brocken "Death Rock" vor, der ohne Zweifel beeindruckt. Das ganze Album rockt, hat super Melodien, wirkt brutal und die kehlige Stimme des Sängers ist bestens auf die Instrumente eingestimmt. Auch die wuchtig – dichte Produktion hält die Songs zusammen. Da passt nichts mehr dazwischen. Bei "Them" hat man sich dann auch gleich den Sänger von Entombed, L.G. Petrov, als Unterstüzung geholt. Passt natürlich auch, sind Nine doch große Entombed Fans.
Ein wirklich fieser Bastard aus schwerem Rock mit Hardcore und Sludge Einflüssen, der keinesfalls über die Dauer von knapp 39 Minuten langweilt, sich aber dennoch ab und zu erschöpft. Man muss sich in der richtigen Stimmung befinden, um Nine vollkommen zu geniessen. Dann zerstört dieses Album alles. Es kommt sogar fast manchmal Entzeitstimmung auf, ähnlich wie bei Integrity (was u.a. an der Stimme des Sängers liegt). Womit wir beim nächsten Thema wären: Das Design und Artwork des Albums kommt von Jake Bannon (Converge). Es sieht gut aus, nur zwei Dinge sind zu bemängeln: Erstens, Jakes Design Arbeiten wirken mittlerweile zu durchschaubar und bekannt und zweitens, das Artwork sieht dem der neuen Integrity EP verdammt ähnlich. Um genauer zu werden, es sieht zu ähnlich aus. Es könnte fast das gleiche Artwork sein: die Farben, der Totenkopf etc. Ein bisschen schade für die Jungs von Nine. Ich bin schon gespannt auf ihre nächste Platte, diese hier ist wirklich gross!

Anspieltips: "Watching The Train Go By", "The End"

Rating: 8.5/10



One Fine Day "Synapsis" CD (Shove Records)

Dies hier ist ein über 40 minütiger Trip durch hektische, und rhythmisch – vertrackte Hardcore Gefielde, teilweise untersetzt mit elektronischen Spiereien, schön schwer, zersetzt von komplexen Melodien und jedem heavy Hydra Head Fan zu empfehlen. Die Stimme des Shouters ist kraftvoll und wirkt entsprechend mit den brutalen Riffs der Gitarren. Die Aufnahmen sind schon etwas älter, und stammen aus dem Winter 2000/ 2001. Sie sind das finale Statement einer Band, die es auf alle Fälle verdient hat gehört zu werden, denn nach mehrmaligem hören, überzeugen die "Mathcore" Songs einigermaßen. Auch Botch Einflüsse sind zu erkennen... Das Layout lehnt sich auch, zumindest die Außenseiten, an den Stil von Hydra Head Veröffentlichungen an. Ein gelungenes Album. -

Rating: 8/10



The Backup Plan "Dearest Whomever..." CD (New Day Rising)

The Backup Plan liefern hier ein knallendes melodisches Hardcore/ Punk Feuwerwerk ab, welches sich zeigen lässt. Es geht recht schnell zur Sache, denn 12 Songs wollen in knappe 20 Minuten gepackt werden. Als Vergleiche fallen sofort Bands wie Lifetime oder Kid Dynamite ein und mit denen kann die aus Long Island, New York stammende Band auch locker mithalten, den jeder Song strahlt eine fast einzigartige Power aus. Viele Hooks und catchy - mitreissende Melodien lassen mich diese CD auch durchaus mehr als nur zwei Mal hören. Die Aufmachung der CD ist zwar nichts besonderes, geht aber in Ordnung durch ein solides Design, alle Lyrics sind enthalten, live Pics etc. Also alles in allem eine nette Platte. Pick it up. -

Anspieltip: "Send Her Seaworthy"

Rating: 7.5/10



Snapcase "Bright Flashes" CD (Victory Records)

Mit dieser CD wird also das Konzeptalbum "End Transmission" vervollständigt und bis auf ein paar Kleinigkeiten finde ich diese Cd durchweg gelungen. Die CD enthält unter anderem wirklich gelungene Remixes von "Believe/Revolt" (gefällt mir fast besser als die normale Version), "Ten A.M. und "Exile Etiquette" (dieser Remix wurde von einem oder mehreren Leuten von The Rise produziert), Demoversionen von Songs die es nicht auf "End Transmission" geschafft haben, und außerdem Coverversionen von Devo, Jane's Addiction und Helmet. Auch die können sich sehen lassen. Insgesamt gibt es viel Elektro zu hören (bei den Remixes) und mit dieser CD beweisen Snapcase einmal mehr, dass sie zu den kreativsten Bands der Hardcore Szene gehören und deren Grenzen zu sprengen wissen. Als Bonus sind noch allerlei CD-Rom Spielereien (Video etc.) enthalten. Auch das Artwork der CD ist stilistisch hochwertig, allerdings, und das ist das Manko der CD, dürfte ruhig ein richtiges, detailliertes Booklet enthalten sein. Denn das würde diese tolle CD nahezu perfekt machen.

Rating: 8/10



The Change "s/t" CD (Fight Fire With Fire Records)

The Change kommen aus Schweden und bestehen aus ehemaligen Subject To Change Mitgliedern. The Change spielen frischen, melodischen und dynamischen Hardcore wie er sein sollte. Doch macht Spass zu hören. Für ein Album ist die CD, mit knappen 21 Minuten, etwas kurz geraten. Satte 30 Minuten dürften es bei einem Album Preis schon sein. Das tut jedoch der "Go!" Stimmung keinen Abbruch, die beim lauten hören der 10 Tracks entsteht. 80'er Old School Hardcore gepaart mit rockenden Melodien, lassen The Change modern und "krachend" erscheinen. Erscheinen ist die CD auf Porcells (Judge, Youth of Today...) neuem Label erschienen. Porcell außerdem auch verantwortlich für das gelungene Artwork und Booklet der CD. Wusste bis dato gar nicht, dass Good Old Slam auch in dieser Richtung tätig ist. Mit Fight Fire Records im Rücken werden The Change auch sicher in den USA nicht unbekannt bleiben. Eine limitierte Vinylversion des Albums wird in naher Zukunft auch erhältlich sein.

Rating: 7.5/10



The Eastpack Resistance Tour "Volume I" DVD (I Scream Records)

Hier nun also die erste DVD zur Eastpack Resistance Tour. Es werden folgende 8 Bands mit jeweils 5 Songs gefeatured: Biohazard, Agnostic Front, Hatebreed, Discipline, All Boro Kings, Born From Pain, Backfire! und Do Or Die. Zu den einzelnen Bands muß nichts gesagt werden, denke ich. Mit 40 Live Songs liegt eine wahrlich vollgepackte DVD vor. Die Produktion ist tadellos: hervorragende Bildqualität und dazu guter Sound. Die Menüführung ist einfach zu verstehen und es fehlt an nichts. Die Live Aufnahmen entstanden im November 2002 in Brüssel durch MTV Networks Belgien. An der nötigen Professionalität fehlt es also wahrlich nicht. In den USA und Canada wird die DVD über Jamey Jastas (Hatebreed) Label Stillborn Records vertrieben, womit also auch für einen guten Vertrieb ausserhalb von unseren Breitengraden gesorgt ist. Als Bonus sind noch die einzelnen Links der Bands und Labels, sowie viele Live Photos der Bands in der "Picture Gallery" enthalten. Ach ja, meine Favorites auf der DVD, sind die Clips von Biohazard und Hatebreed. -

Rating: 7.5/10


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